Abhörvorwürfe: Trump womöglich zufällig belauscht worden
Washington( ARD/ParsToday)- Der republikanische Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Devin Nunes, hat die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass der US-Präsident, Donald Trump, rein zufällig durch routinemäßige Abhöraktionen der US-Geheimdienste belauscht worden sein.
Nunes, ein Parteifreund Trumps, sagte laut Medien, er sei zwar nach wie vor davon überzeugt, dass Trump nicht von seinem Vorgänger Barack Obama belauscht worden sei. Aber Kommunikationsdaten aus Trumps Team, und vielleicht auch von Trump selbst, seien möglicherweise im Rahmen einer legalen Überwachungsaktion abgeschöpft worden.
Die US-Geheimdienste beobachten routinemäßig Kommunikationskanäle und schöpfen dabei Millionen von Daten ab. Doch wenn darin auch die Namen von US-Bürgern vorkommen, dürfen diese in den Berichten nicht erwähnt werden, es sei denn sie sind für deren Verständnis essenziell.
Trump sagte daraufhin, er fühle sich durch diese neuen Informationen in seinen Vorwürfen ein Stück weit bestätigt.
Der Präsident hatte zuvor auf Twitter behauptet, dass Obama ihn im Trump Tower habe abhören lassen. Beweise dafür legte er nicht vor. FBI-Direktor James Comey und NSA-Chef Michael Rogers sagten am Montag vor dem Geheimdienstausschuss aus, dass es keine Beweise für eine solche Anschuldigung gebe.
Seit gut zwei Wochen wiederholt Trump die Abhörvorwürfe gegen seinen Vorgänger Barack Obama bei jeder Gelegenheit, ohne dafür Belege vorzulegen.