Hamburg am 7./8. Juli 2017: "Give Trump a chance"
https://parstoday.ir/de/news/world-i28726-hamburg_am_7._8._juli_2017_give_trump_a_chance
Schon im US-Präsidentschafts-Wahlkampf lies sich der jetzige amerikanische Präsident Donald Trump mit einer Klage vernehmen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jun 27, 2017 02:07 Europe/Berlin
  • Hamburg am 7./8. Juli 2017:

Schon im US-Präsidentschafts-Wahlkampf lies sich der jetzige amerikanische Präsident Donald Trump mit einer Klage vernehmen.

Die Vereinigten Staaten wären überall auf dem Globus in Kriege verwickelt, aber nirgendwo sei ein Sieg zu verzeichnen. Dauerkrieg als Dauerzustand. Vielleicht kam Präsident Trump zu dieser Feststellung wegen des ununterbrochenen Zuflusses amerikanischer Särge zurück ins Mutterland all dieser Kriege oder es ist nur schlicht die Erkenntnis darüber, wie der tatsächliche Zustand der Vereinigten Staaten ist.
Wie die Welt aussieht, das machen folgende Bilder deutlich, die von den Spezialisten bis ins einzelne unterfüttert werden können. Danach ist die vom amerikanischen Präsidenten Trump angekündigte Erhöhung des Militärhaushaltes für seinen ersten Haushalt größer als der gesamte russische Militärhaushalt. Internationale Statistiken machen deutlich,  daß die Gesamtdimension des amerikanischen Mititärhaushaltes fast die Hälfte der weltweiten Militärausgaben ausmacht. Wenn man  die militärrelevanten Ausgaben des amerikanischen Energieministeriums und anderer ziviler Haushalte mit militär-relevanten Ausgaben hinzurechnet, dürfte die fünfzig-Prozent-Hürde locker übersprungen werden. Eine Bild bei der Betrachtung der globalen Sicherheitslage ist aussagekräftiger als vieles andere, was zur Begründung für das eine  oder andere herangezogen werden kann. Stimmen die Zahlen, dann haben die USA rund achtzig Prozent ihrer Truppen im Ausland stationiert, während die Russische Föderation angeblich achtzig Prozent ihres Militärs zur Verteidigung des Großraumes Moskau disloziert hat.
Taliban: "unsere Jungs" oder "Afghanen kann man nicht kaufen sondern nur mieten".
In diesen Tagen lies sich der ehemalige afghanische Präsident Karzai mit Anklagen an den amerikanischen Militäreinsatz in seinem Land vernehmen. Danach tragen die Vereinigten Staaten die Verantwortung für das fortdauernde Morden in Afghanistan. 2007 äußerte Präsident Karzai in einem persönlichen Gespräch die Ansicht, daß im Jahre 2004 alle afghanischen Stämme den Vereinigten Staaten angeboten hatten, alle Waffen auf Dauer niederzulegen und Frieden in Afghanistan zu  schaffen. Dieser Vorschlag, so der damalige afghanische Präsident Karzai, sei von den Vereinigten Staaten zurückgewiesen worden.
Warum hätten sie diesen Vorschlag auch annehmen sollen. Waren es doch gut zehn Jahre zuvor US-Spitzenvertreter, die in Zusammenhang mit den Taliban, die ihren ersten Siegeszug in Richtung Herat in Afghanistan antraten, liebevoll von "unseren Jungs" sprachen oder global sich gerne mit dem Satz zitieren liessen, nachdem man "Afghanen nicht kaufen, aber ( für eigene amerikanische Zwecke) sehr wohl mieten könne". General Flynn aus dem Dunstkreis des jetzigen amerikanischen Präsidenten Trump hat darauf aufmerksam gemacht, daß auch der angeblich von einer internationalen Koalition unter Führung der Vereinigten Staaten bekämpfte "IS" zu den Organisationen zählt, die den Geburtshelfer in Washington hatte. Die Vereinigten Staaten verfügen eben über den Instrumenenkasten, durch den Gemeinwesen  zwischen Kabul und Mali sowohl in den Untergang getrieben werden  als auch mörderischen Instrumente bekämpft werden können.

 

Was soll da die Klage von Präsident Trump über ausbleibene Siege?

 

Die seit dem Ende des Kalten Krieges betriebene amerikanische Militärpolitik kann bewertet werden, wie sie will. Im Ergebnis haben die USA sich eine fast globales Manöver-Gebiet für ihre Truppen geschaffen.
Es herrscht Dauerkrieg umd die überdimensionierte amerikanische  Militärmacht kann mit all ihren nationalen und internationalen Privilegien außerhalb der USA beschäftigt werden. Der Eindruck drängt sich auf, daß alles unternommen werden muß, diesen gewaltigen Militärapparat  unter keinen Umständen mehr ins eigene Land zurückzuziehen, weil die  USA sich die daraus ergebenden Verwerfungen als politisches System nicht überleben würden. Mc Arthur und General Patton ante portas.

Martin Schulz und Gerhard Schröder reißen die "Heilige Kuh" der Erhöhung der NATO-Militärausgaben ein.

Der Globus gerät über diesen amerikanischen Dauerkrieg aus den Fugen. Die auch von Präsident Trump erhobene Forderung nach einer erheblichen Steigerung der deutschen Militärausgaben macht eines deutlich: der Dauerkrieg eines äußerst eigenständigen amerikanischen Militärapparates hält nicht nur die Welt in Atem und offen für amerikanische Machtansprüche. Dieser Militäreinsatz kann zwar keinen Sieg davon tragen oder Frieden schaffen. Aber will man das überhaupt und richtet sich der amerikanische Globalkrieg nicht längst gegen die
eigene Bevölkerung und die Menschen in den verbündeten Ländern in der Plünderung der eigenen Ressourcen. Alles das, was Präsident Trump zu der Aussage über "America first" veranlaßt hat, ist doch offenkundig und trifft uns alle.  Amerika bricht als Staat und als Gesellschaft unter dem zusammen, was wegen der Dauerkriege dem Land aufgebürdet worden ist. Unsere Ressourcen sollen ebenfalls für die Instrumente des Dauerkrieges zur Verfügung gestellt werden.
Diese Politik, für die in Deutschland die Bundeskanzlerin und die 
Vertreidigungsministerin stehen, stellt alles bisher dagewesene auf den Kopf. Die westlichen Gesellschaften werden für den von diesen  Staaten unterhaltenen Militärapparten bis auf"das letzte Hemd" ausgeplündert und durch einen Unterdrückungsapparat, der sich gegen die eigene Bevölkerung richtet, auf Kurs gehalten. Das hat man zwar beim SPD-Wahlparteitag so nicht angesprochen. Es wurde aber in  deutlicher Weise einer Erhöhung der anlaßlosen Militärausgaben widersprochen. 

Macron und Trump haben es "hinter den Ohren".

Ausgerechnet die Spitzenvertreter der Kriegsmächte USA und Frankreich stehen scheinbar für eine Umkehr. Nicht, daß sie für eine Aufnahme der gewaltigen Flüchtlingsbewegungen, die durch die von den Vorgängerregierungen in Syrien, dem Irak und anderswo losgetretenen Kriege und Bürgerkriege in ihren jeweiligen Staaten eintreten würden. Frankreich unter Macron sieht es gerne, wenn über die Migration durch einsame Entscheidungen der Bundeskanzlerin der deutsche Rechtsstaat unter die Räder gerät, aber das Millionen-Heer der Migranten den französischen Grenzen fern bleibt. Dennoch
ist es fast sensationell, was Präsident Macron in diesen Tagen so von sich gibt. Libyen und der französische Militäreinsatz dort wird als Fehler bezeichnet. Zutreffend, denn damit hat Frankreich die afrikanische Migration nach Deutschland, Schweden und Österreich losgetreten und zu verantworten. Präsident Macron deshalb schelten? Mitnichten, auch nicht wegen seiner Einsichten über Syrien, weil das Verhängnis im Westen lag und liegt.
Und Trump, gegen den in Hamburg vom Leder gezogen wird? 
Obama erhielt einen Friedens-Nobelpreis, der dadurch diesen Preis auf lange Zeit zu einer durch  und durch vergifteten Trophäe gemacht hat.
Trump kündigt einen Deal an, der globale Verständigung in Aussicht stellen könnte. Ihm drohen Mc Cain und CNN und schwarze und rote Blocks in Hamburg. Diese gehören auf den "Blocksberg". "Give Trump a chance", weil die Alternative ein globaler Feuersturm sein dürfte.

Willy Wimmer, Jüchen, den 26. Juni 2017