Lawrow kritisiert Vorgehen der USA bei der Ukraine-Krise
Moskau (ParsToday/ IRNA) - Russlands Außenminister hat das Vorgehen der USA kritisiert, tödliche Waffen und Munition in die Ukraine zu schicken.
Sergej Lawrow warnte am Mittwoch, dass die Politik Washingtons gegen Kiew das Risiko eines bewaffneten Konflikts erhöhen würde.
Er fügte hinzu, dass die wiederholte Betonung der NATO-Funktionäre, die Ukraine solle Mitglied dieses Pakts werden, die Befürworter eines Krieges in Kiew erfreue, darunter den Präsidenten des Landes, Petro Poroschenko. Dies könne man deutlich an ihrer jüngsten Politik erkennen, mehr Waffen an der Grenze zur Region Donbass im Osten des Landes zu stationieren.
Russlands Außenminister reagierte auch auf die US-Kritik an Moskau in Bezug auf das Abkommen zur Reduzierung der Angriffswaffen (START -2) und den Vertrag zur Zerstörung von Kurz- und Mittelstreckenraketen und sagte, Russland sei bereit, über Raketenfragen zu verhandeln und übe diesbezüglich Kritik an den USA.
1987 wurde ein Abkommen zur Reduzierung von Kurz- und Mittelstreckenraketen zwischen der ehemaligen Sowjetunion und den Vereinigten Staaten unterzeichnet. Demnach sollten Mittelstreckenraketen mit einer Reichweite von 1.000 bis 5.500 Kilometern und Kurzstreckenraketen mit einer Reichweite von 500 bis 1.000 Kilometern zerstört werden.
Die Streitigkeiten zwischen den USA und Russland erreichten nach den Unruhen in der Ost-Ukraine und der Unabhängigkeit der Krim-Halbinsel sowie deren Angliederung an Russland durch das Referendum von 2014, ihren Höhepunkt.