Sitzung des UN-Sicherheitsrats zu "Kaschmir"
New York(ParsToday) - Ersmals seit einigen Jahrzehnten hat sich der Sicherheitsrat am Freitag mit der Lage in der Region Jammu und Kaschmir befasst.
Die Sitzung des UN-Sicherheitsrats, die auf Antrag Chinas und Pakistan hinter verschlossenen Türen stattfand, war die erste zum Kaschmirkonflikt seit 1972.
"Maleeha Lodhi", die ständige Vertreterin Pakistans bei den Vereinten Nationen, sagte bei dieser Sitzung, die Sitzung sei ein Indiz dafür, dass die Stimme der Menschen im indischen Kaschmir gehört werde. Sie sprach von Menschenrechtsverletzungen, die Indien in Kaschmir ungestraft begehe.
Alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrats hätten die Einhaltung der UNO-Resolution zu der Region "Jammu und Kaschmir" unterstrichen, erklärte Lodhi.
Unterdessen gehen die Unruhen in der von Indien kontrollierten Kaschmir weiter.
Gesten nach den Freitagsgebeten gingen in Srinagar erneut zahlreiche Muslime auf die Straße, um gegen Indiens Regierung zu demonstrieren.
Auslöser der jüngsten Eskalation zwischen den beiden Atomwaffenstaaten ist die Entscheidung der Regierung in Neu-Delhi, dem von ihr beherrschten Teil Kaschmirs Sonderrechte zu nehmen und das vor allem von Muslimen bewohnte Gebiet ins überwiegend hinduistische Indien zu integrieren.
Artikel 370 der indischen Verfassung hatte dem Bundesstaat Jammu und Kaschmir seit 1954 Autonomierechte garantiert. In den vergangenen Wochen hatte die indische Regierung Zehntausende Soldaten an die ohnehin hochgerüstete Grenze entsandt. Touristen wurden aufgefordert, Kaschmir zu verlassen.