Frauen und Kinder in Jemen – blutende Herzen
Unter den Krieg Saudi Arabiens und seiner Verbündeten gegen Jemen haben vor allen Dingen die Frauen und Kinder in diesem Land zu leiden.
Die militärische Einmischung im Jemen begann am 25. März 2015 mit dem Luftangriff einer Allianz von Regionalstaaten, angeführt von Saudi-Arabien. Bis auf Oman nahmen alle arabischen Mitgliedsstaaten des Kooperationsrates am Persischen Golf teil, nämlich die Vereinten Arabischen Emirate, Katar, Kuwait und Bahrain teil. Jordanien, Ägypten, Marokko und Sudan leisteten Unterstützung.
Die jemenitischen Medien und Quellen haben von Beginn an hervorgehoben, dass auch das zionistische Regime mit Saudi Arabien zusammenarbeitet. Das Besatzerregime schwieg dazu. Aber auch einige westliche Medien bestätigten, dass dieses Regime Unterstützung in Form von Militärausrüstung und Mitbeteiligung von zionistischen Militärkräften bei den Angriffen auf Jemen leistet.
Das saudische Regime wurde bei seinen mörderischen Feldzügen außerdem von den USA, England, Frankreich und der Türkei unterstützt. Das Weiße Haus gab offiziell bekannt, dass Präsident Obama den US-Kräften gestattet, den Saudis bei den Militäroperationen logistisch und nachrichtendienstlich zur Seite zu stehen.
Nun ist über ein Jahr seit Beginn der Militärschläge der von Riad angeführten Koalition arabischer Länder gegen Jemen vergangen, ohne dass die Angreiferstaaten einen entscheidenden Erfolg erzielt hätten. Das einzige Resultat dieser Aggressionen war der wachsende Einfluss der takfiristischen Terrorgruppe IS in Jemen sowie Hunger, Armut, Mangel an Sicherheit und Verstöße gegen Grundrechte der jemenitischen Bevölkerung.
Das Massaker an Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, Kranke in Krankenhäusern und medizinischen Behandlungszentren - so auch die Bombardierung des Spitals der internationalen Organisation „ Ärzte ohne Grenzen“-, der Einsatz von verbotenen Waffen wie Streubomben, die Gefährdung des Lebens der jemenitischen Bevölkerung durch allseitige Blockade sind zusammen mit dem Verbot der Lieferung von humanitären Gütern nach Jemen und die Bombardierung der Infrastrukturen und Wirtschaftseinheiten dieses Landes klare Verletzungen der internationalen Menschenrechte .
Die Rechtszentrale von Jemen gab bekannt, dass seit dem vergangenen Jahr 8 Tausend und 200 Jemeniten getötet wurden. Es waren 1519 Frauen und 1996 Kinder, die Opfer dieses tödlichen Spiels der Saudis wurden.
15 Tausend 184 Jemeniten wurden bei den schrecklichen Angriffen verletzt, darunter 3 Tausend Frauen und Kinder.
Die amnesty international machte jüngst am 26. Februar, noch viel höhere Angaben und erklärte, dass mehr als 2,5 Millionen im Inland auf der Flucht sind oder ins Ausland flohen.
Bei dem Blutvergießen, dass Saudi Arabien bislang in Jemen angerichtet hat, sind außerdem 14 Flughäfen, 10 Häfen und Kaianlagen, 512 Brücken und Straßen, 125 Stromkraftwerke, 164 Wasserspeicher, 167 Kommunikationsposten, 325 tausend und 137 Wohnungseinheiten, 615 Moscheen, 569 Lehrstätten und Schulen, 39 Universitäten, 16 Medieneinrichtungen, 328 medizinische Zentren, 970 staatliche Ämter,353 Bazaars und Handelszentren, 584 Tankwagen und Lkws für Nahrungstransporte, 328 Tankstationen,546 Speicher mit Nahrungsmittel, 59 historische und 119 touristische Gebiete, 190 Werkstätten und 42 Sportanlagen zerstört worden. 3 Tausend 750 Schulen mussten schließen.
Nach Aussagen der UN-Flüchtlingsagentur leiden 2 Millionen 690 Tausend Menschen, darunter die Inlandsflüchtlinge unter den schweren Folgen der katastrophalen Zerstörungen. Bislang sind 170 Tausend Menschen aus Jemen ins Ausland geflüchtet, vor allem nach Dschibuti, Äthiopien, Somalia und Sudan. Die UNO sieht voraus, dass bis Ende des Jahres weitere 167 Tausend Jemeniten obdachlos werden.
Gemäß einem Bericht des arabischsprachigen Nachrichtenportals Akhbar al Sa`a fliehen jede Woche zwischen 500 bis 800 Jemeniten in Folge der Bombardierungen der Städte durch die Flugzeuge des saudischen Regimes nach Dschibuti und verbringen dort bei großer Hitze unter freiem Himmel und unter sehr schlechten Bedingungen wie Wasser, Nahrungs- und Arzneimangel.
Die menschliche Krise in Jemen hat mehr als 80 Prozent der Bevölkerung in diesem Land mit einem schwerer Nahrungsmittelknappheit konfrontiert. Hundertausende von Kindern können keine Schule besuchen. Laut Bericht der UNO sind 4 Fünftel der Einwohner von Jemen, nämlich 21,2 Millionen Menschen, auf humanitäre Hilfen angewiesen. Wegen diesem verheerenden Krieg sind mindestens 320 Tausend Kinder unter fünf Jahren völlig unterernährt.
Das Kinderhilfswerk der UNO, die UNICEF, teilte jüngst in einem Bericht mit, dass täglich 6 Kinder in Jemen getötet oder verletzt werden. In diesem Bericht heißt es: Seit Beginn des Angriffes von Saudi-Arabien auf Jemen sind bislang 934 jemenitische Kinder umgekommen und 1356 wurden verletzt. Circa 10 Tausend Kinder unter 5 Jahren haben wegen Unterernährung und fehlender medizinischer Versorgungsmöglichkeiten ihr Leben verloren. Laut diesem Bericht werden viele Kinder für Kämpfe rekrutiert. 848 von diesen Kindersoldaten sind sogar noch keine 10 Jahre alt.
Zahlreiche traurige Erlebnisse und Zustände bedrücken das Herz jemenitischer Frauen. Sie sind gezwungen, diese Härten zu akzeptieren. Ihnen bleibt keine andere Wahl. Die Lage ist wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in Jemen für die Frauen sehr kritisch. Viele von ihnen kämpfen um die finanzielle Versorgung ihrer Familie, wobei ihnen wenig Arbeitsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Eine ausreichende medizinische Versorgung fehlt ohnehin. Die Folgen des Krieges werden auch nach seiner Beendigung noch jahrelang andauern. Kinder sind zu Waisen geworden und Frauen zu Witwen.
Ahlam Sofan, Experte für den UN-Bevölkerungsfonds sagt, dass die Frauen und Mädchen der am meisten gefährdete Bevölkerungsteil in Kriegsgebieten sind. Wenn die Männer in den Krieg ziehen, müssen die Frauen für die Familie sorgen. Um sich und ihre Kinder zu schützen und versorgen zu können, müssen sie oft ihre Heimat verlassen und dies bringt neue Risiken mit sich. Diese Frauen sind gezwungen von einem Ort zum anderen zu ziehen. Es fehlt ihnen und ihren Kindern an einer geeigneten Bleibe. Sie sind Armut ausgesetzt, besitzen keine Nahrungsmittelsicherheit und werden belästigt. Dies alles erzeugt einen sehr großen seelischen Druck auf diese Frauen.
Der verheerende Krieg in Jemen hat in der Tat schlimme Folgen für die Zivilisten insbesondere die Frauen gehabt.
Die aggressiven Parteien in Jemen verletzen die Rechte der Frauen und Kinder in Jemen, wie das Recht auf Sicherheit und sie begehen Kriegsverbrechen. Die Frauen erleiden wegen ihrer empfindlichen Natur besonderen Schaden und werden Opfer von Sexualdelikten. Dies hat böse Folgen für sie gehabt, die sich noch Jahre nach dem Krieg unliebsam äußern werden.
Die Frauen und Mädchen in Jemen sind eindeutig in Gefahr. Ihnen droht Sexualgewalt. Minderjährige Mädchen werden zur Ehe gezwungen und seelisch und emotional unter Druck gesetzt und ihnen werden Entbehrungen auferlegt.
Saba Zawbah, nationale Koordinatorin für Projekte der Menschenrechte der UN-Entwicklungsagentur erklärt, dass es schon zum Alltag gehört, dass betagte saudi- arabische Männer jemenitische Minderjährige zur Frau nehmen.
In diesen Tagen ist die Rede von einem Waffenstillstand im Jemen-Krieg. Der UNICEF-Leiter im Jemen, Julien Harneis, hat gesagt, sollte es am 10. April zu einem Waffenstillstand in Jemen kommen, könnte man darauf hoffen , dass die jemenitischen Familien die Nahrungs- und Arzneimittelhilfen der UNO erhalten.
Es ist aber eine Wahrheit, dass die körperlichen und seelischen Schäden, die dieser verheerende Krieg hervorgerufen hat, noch Jahre lange anhalten werden. Dieser Krieg hat nichts gebracht und der jemenitischen Bevölkerung nur Tod und Obdachlosigkeit beschert, die Kinder zu Waisen gemacht und einen unerträglichen Druck auf die Frauen erzeugt.
Das Herz der jemenitischen Frauen blutet. Sie haben ihre Männer verloren und ihre Kinder ihren Vater. Diese Frauen müssen ihr Zuhause verlassen und sind der Gefahr der Belästigung und des Übergriffes ausgesetzt. Ihnen sind zahlreiche Entbehrungen auferlegt worden. Die jemenitischen Mütter werden am Abend ihren Kindern nur bittere Geschichten erzählen können. Wahre Geschichten, die von Angriffen, Plünderungen und dem Tod der Menschlichkeit handeln.