USA verhängen Sanktionen gegen iranisches Ministerium
Washington (ParsToday) - Das US-Finanzministerium hat am Freitag das iranische Informationsministerium (Ministerium für Geheimdienst und Sicherheit) und seinen Minister mit Sanktionen belegt.
Ihnen wird vorgeworfen, an einem Cyberangriff auf Albanien im Juli beteiligt gewesen zu sein und Cyberaktivitäten gegen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten durchgeführt zu haben.
Auch der Informationsminister Esmail Khatib sei in die Liste der Sanktionen aufgenommen worden, teilte das US-Finanzministerium mit.
Der albanische Ministerpräsident Edi Rama beschuldigte den Iran, am 15. Juli einen massiven Cyberangriff auf albanische Regierungsinstitutionen organisiert und unterstützt zu haben, um „öffentliche Dienste lahmzulegen und Zugang zu elektronischer Kommunikation und Informationen der Regierung zu erhalten“.
Rama kündigte am Mittwoch an, dass alle iranischen Diplomaten/innen bis Donnerstagnachmittag ausreisen müssten.
Am 15. Juli dieses Jahres waren angeblich in Albanien zahlreiche Internetseiten von Regierungen und Behörden wegen eines Cyberangriffs zeitweilig nicht erreichbar gewesen, wofür Iran verantwortlich gemacht wird.
Adrienne Watson, Sprecherin des Nationalen Sicherheitsrates der USA, erklärte: „Die USA verurteilen scharf den Cyberangriff des Iran auf unseren Verbündeten in der NATO. Washington werde weitere Maßnahmen ergreifen, um den Iran für Handlungen zur Rechenschaft zu ziehen, die die Sicherheit des US-Verbündeten bedrohen und einen besorgniserregenden Präzedenzfall für andere Länder schaffen, hieß es dazu weiter.
Die USA verhängten heute auch Sanktionen gegen ein iranisches Unternehmen, dem vorgeworfen wird, an der Lieferung unbemannter Drohnen nach Russland beteiligt gewesen zu sein. Das in Teheran ansässige Unternehmen habe den Transport nach Russland koordiniert, heißt es in einer Mitteilung des US-Finanzministeriums.