Ukrainekrieg: Russland zieht Truppen aus einigen Gebieten von Charkiw zurück
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Moskau (ParsToday/DPA) - Die russische Armee hat in einer am Samstag (gestern) verbreiteten Erklärung den Abzug ihrer Soldaten aus einigen Gebieten in Charkiw bestätigt.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Sep 11, 2022 01:07 Europe/Berlin
  • Ukrainekrieg: Russland zieht Truppen  aus einigen Gebieten von Charkiw zurück

Moskau (ParsToday/DPA) - Die russische Armee hat in einer am Samstag (gestern) verbreiteten Erklärung den Abzug ihrer Soldaten aus einigen Gebieten in Charkiw bestätigt.

Angesichts der ukrainischen Rückeroberungen in der Region Charkiw erklärte das russische Verteidigungsministerium  einen Rückzug seiner Truppen aus den Städten Balaklija, Isjum und Kupjansk.

Kupjansk ist wegen des direkten Bahnanschlusses an Russland als Verkehrsknotenpunkt wichtig für die Versorgung des russischen Truppenverbands um das südwestlich gelegene Isjum.

Das russische Verteidigungsministerium fügte hinzu: Die in der Region stationierten Kräfte seien vor  drei Tagen nach Donezk verlegt worden. Das Ministerium spricht von einer "Umgruppierung".

Der ukrainische Präsident Selenskyj vermeldete Rückeroberung von rund 2.000 Quadratkilometern in den vergangenen zehn Tagen.

 Die russische Militärverwaltung fordert alle Menschen auf, Charkiw zu verlassen. „Ich empfehle nochmals allen Bewohnern der Region Charkiw, das Gebiet zum Schutz ihres Lebens und ihrer Gesundheit zu verlassen“, zitierte die russische Nachrichtenagentur "Tass" am Samstag den Chef der von Russland eingesetzten Militärverwaltung, Witali Gantschew.

Wie weiter aus der Ukraine berichtet wird, wird die Lage im umkämpften und von Russen besetzten Atomkraftwerk Saporischschja  laut internationalen Beobachtern vor Ort immer instabiler.

Das Akw im Süden der Ukraine, das unter russische Kontrolle steht, wurde in den vergangenen Tagen mehrfach mit Raketen beschossen. Die beiden Kriegsparteien geben sich gegenseitig die Schuld.

Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde Rafael Grossi bezeichnet die Situation in der ukrainischen Stadt Enerhodar, in der Mitarbeiter des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja leben, als „zunehmend prekär“.