Gewalt in Indien gibt Anlass zur Besorgnis über antimuslimischen Hass
Verantwortliche in Indien sind wegen der Zerstörung Dutzender Immobilien von Mitgliedern der muslimischen Gemeinschaft des Landes in die Kritik geraten
Zahlreiche Besitztümer von Muslimen im nördlichen Bundesstaat Haryana in Indien wurden abgerissen. Der Abriss erfolgte im Bezirk Nuh. Dort wurden auch zahlreiche Menschen festgenommen.
Die Behörden sagen, der Abriss sei eine Folge kommunaler Gewalt im Staat. Auslöser der Gewalt war eine von einer rechtsextremen Hindu-Partei organisierte Prozession. Die Partei und ihr Jugendflügel sind mit der regierenden BJP verbunden.
Die Hindu-Gruppen machen Muslime für den Beginn der Gewalt verantwortlich. Der Bundesstaat Nuh, der nahe der Hauptstadt Neu-Delhi liegt, wird überwiegend von Muslimen bevölkert.
Anfang August tötete ein Mob einen jungen Imam in Gurugram am Stadtrand von Neu-Delhi. Damals wurde in derselben Gegend eine weitere Moschee angegriffen. Die Angriffe lösten kommunale Gewalt aus.
Einheimische haben den Behörden Diskriminierung von Muslimen vorgeworfen. Sie sagen, dass die Behörden Muslime wahllos ins Visier nehmen, indem sie ihre Häuser zerstören.
Menschenrechtsgruppen kritisierten die Behörden für den Einsatz von Bulldozern, um das Eigentum von Muslimen zu zerstören.