Indische Spitzenpolitiker an weißer Rasse interessiert / Neu-Delhi im Dienste Israels
https://parstoday.ir/de/news/world-i91952-indische_spitzenpolitiker_an_weißer_rasse_interessiert_neu_delhi_im_dienste_israels
Neu-Delhi (ParsToday) – Indien hat in den letzten 9 Monaten nicht nur keine Stellung zu den israelischen Verbrechen im Gazastreifen genommen, sondern auch das israelische Regime mit Waffen beliefert. Ein inhumanes Vorgehen, das aus militärökonomischer Sicht analysiert werden kann.
(last modified 2026-03-08T14:03:29+00:00 )
Jul 03, 2024 15:36 Europe/Berlin
  • Indische Spitzenpolitiker an weißer Rasse interessiert / Neu-Delhi im Dienste Israels

Neu-Delhi (ParsToday) – Indien hat in den letzten 9 Monaten nicht nur keine Stellung zu den israelischen Verbrechen im Gazastreifen genommen, sondern auch das israelische Regime mit Waffen beliefert. Ein inhumanes Vorgehen, das aus militärökonomischer Sicht analysiert werden kann.

In den letzten Tagen hat die Enthüllung der Komplizenschaft Indiens mit dem zionistischen Regime beim Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen die internationale Aufmerksamkeit erregt. Die Komplizenschaft wurde erstmals von der zionistischen Zeitung Yediot Aharonot enthüllt. Laut dieser Zeitung liefert Indien einen Großteil der Munition, die Tel Aviv im Gaza-Krieg benötigt.

Warum und wie verbündete sich Indien mit dem israelischen Besatzerregime?

Wenn man die Geschichte betrachtet, ist die Wende der indischen Politik bezüglich der Unterstützung Palästinas und seines Volkes, welches unter israelischer Besatzung lebt, zur Unterstützung eines Besatzerregimes, offensichtlich. Die Unterstützung beschränkt sich nicht nur auf politische und wirtschaftliche Dimensionen, sondern erstreckt sich auch auf den militärischen Bereich.

1947 stimmte Indien bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen gegen die Teilung Palästinas und erkannte als erstes nicht-arabisches Land die Palästinensische Befreiungsorganisation, PLO, als einzigen gesetzlichen Vertreter des palästinensischen Volkes an. Außerdem gehörte Indien zu den ersten Ländern, die 1988 den Staat Palästina anerkannten. Obwohl Indien das israelische Regime 1950 anerkannte, nahm es bis 1992 keine diplomatischen Beziehungen zu diesem Regime auf.

Anders als in der Vergangenheit bemühte sich Indien sofort um massive politische Unterstützung für das zionistische Regime, als der palästinensische Widerstand am 7. Oktober 2023 die Operation Al-Aqsa-Sturm durchgeführt hatte. Nur wenige Stunden nach dieser Operation verurteilte der indische Premierminister Narendra Modi als einer der ersten Staats- und Regierungschefs der Welt diese Operation. Auch der indische Außenminister vertrat die gleiche Position.

Die führenden indischen Politiker, welche die Operation Al-Aqsa-Sturm so unverzüglich verurteilten, haben bisher gegenüber dem größten Völkermord der Geschichte in den besetzten Gebieten geschwiegen und keine Stellungnahme gegen Israel bezogen. Premierminister Modi hat seinen zionistischen Amtskollegen wiederholt als „mein Freund" bezeichnet.

Die Koordinierung mit dem illegitimen zionistischen Regime und den USA ging soweit, dass Indien sich am 27. Oktober 2023 vor den Vereinten Nationen weigerte, für einen Waffenstillstand im Gazastreifen zu stimmen.

Dieser Schritt, der im Widerspruch zu der Position der internationalen Organisationen und verschiedener Länder der Welt, darunter europäischer Akteure, stand, entging den Augen von Politikexperten, insbesondere politischen indischen Aktivisten, nicht.

Abhijit Lyer Mitra, ein indischer Politikexperte, schrieb auf der Plattform X:

„Herr Modi hat sich geweigert, das Existenzrecht Palästinas anzuerkennen. Die offene Unterstützung für Israel zeigt, dass Indien die Freiheit Israels unterstützt, jegliche Maßnahme zu ergreifen, die in seinem Interesse liegt. “

Die in Indien erscheinenden urdusprachigen Publikationen, die die meisten Inhalte mit Bezug zu Muslimen produzieren, haben in diesem Zusammenhang geschrieben, dass Modis Unterstützung für das zionistische Regime auf einen wichtigen Wandel in der indischen Westasien-Politik hinweise. Zum Beispiel schrieb das Magazin Urdu Times: „Modi erklärte, dass er für Israel ist, und dies zeigt die Änderung der bis jetzt betriebenen Politik der Neutralität gegenüber der israelisch-palästinensischen Frage“.

Alles in allem haben die abscheulichen Verbrechen der Zionisten im Gazastreifen die politische Spaltung in Indien vertieft. Während Modi für das zionistische Regime Partei ergreift und sich mit Kommentaren zu den Palästinensern zurückhält, bekräftigt die Kongresspartei als Regierungsgegner stets ihre Unterstützung für die Rechte der Palästinenser.

Hinter den Kulissen der Hinwendung Indiens zum zionistischen Regime

Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion erlebte Indien einen Wandel in seiner Außenpolitik und neigte sich allmählich den USA zu. Ebenso nahm Indien 1992 unter Premierminister Narasimha Rao offiziell diplomatische Beziehungen zu Israel auf und eröffnete seine Botschaft in Tel Aviv. Gleichzeitig eröffnete das zionistische Regime seine Botschaft in Neu-Delhi.

In den letzten Jahrzehnten hat Indien seine Beziehungen zum zionistischen Regime durch den Kauf von Waffen gestärkt. Seit der Wahl von Modi hat Indien Waffen im Wert von 662 Millionen Dollar vom zionistischen Regime gekauft. Indische und zionistische Lobbygruppen in den USA arbeiten zusammen und verfolgen gemeinsame Interessen. Dazu gehört auch, die USA davon zu überzeugen, dem zionistischen Regime den Verkauf von auf US-Technologie basierenden Waffensystemen nach Neu-Delhi zu gestatten.

Ihr bilateraler Handel beläuft sich auf etwa 5 Milliarden Dollar pro Jahr, was sich mit einem möglichen Freihandelsabkommen in diesem Jahr verdoppeln wird. Unterdessen können die Palästinenser, im Vergleich mit dem israelischen Regime, Indien keine Vorteile verschaffen, einschließlich in Handel oder Militärtechnologie. Daher haben die wirtschaftlichen und militärischen Interessen Indiens dazu geführt, dass die Führung in Neu-Delhi nicht nur die Augen vor den Verbrechen dieses Regimes im Gazastreifen verschließen, sondern auch die Waffen bereitstellen, die die Zionisten in dieser Zeit benötigen.

Jüngsten Berichten zufolge wurden bei den aktuellen Angriffen des zionistischen Regimes auf Gaza seit Oktober 2023 mehr als 37.000 Palästinenser getötet und mehr als 85.000 weitere Menschen verletzt.