Steinmeier besucht Armenien, Aserbaisdchan und Georgien
Berlin (apa/IRIB)- Der deutsche Bundesaußenminister, Frank-Walter Steinmeier, hat gestern(Mittwoch) eine dreitätige Reise nach Armenien, Aserbaidschan und Georgien begonnen.
Vor Beginn seiner dreitägigen Reise in den südlichen Kaukasus erklärte Steinmeier, "angesichts der Turbulenzen in Europa dürfen wir die Lage im südlichen Kaukasus nicht aus den Augen verlieren". Der Konflikt zwischen Aserbaidschan und Armenien um Berg-Karabach "birgt jederzeit neues Eskalationspotential".
Zum Auftakt seines Besuchs in Armenien warb Steinmeier für eine Aussöhnung des Landes mit der Türkei.
Grund für die Spannungen zwischen der Türkei und Armenien sind die Massaker von 1915 im Osmanischen Reich, bei denen bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet wurden.
Am Donnerstag will Steinmeier in Eriwan auch die Gedenkstätte zur Erinnerung an die Gräueltaten besuchen. Anschließend reist er weiter nach Aserbaidschan.
Als amtierender Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) will Steinmeier zudem zwischen Eriwan und in Baku vermitteln.
Die beiden Nachbarländer streiten seit mehr als zwei Jahrzehnten um das Gebiet Berg-Karabach.
In die georgische Hauptstadt Tiflis reist Steinmeier mit einer hochrangigen Wirtschafts- und Kulturdelegation. Dort beginnt am Freitag die Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der OSZE.