BfV-Präsident über Werbung der Extremisten in Asylunterkünften besorgt
Berlin(dpa/ParsToday)- Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, hat sich besorgt über die Werbeaktionen und Aktivitäten von Salafisten und Extremisten in den Flüchtlingsunterkünften geäußert.
Der Verfassungsschutz beobachte mit Sorge die Versuche von Extremisten, unter Flüchtlingen neue Mitstreiter anzuwerben, sagte Maaßen im dpa-Interview.
Dem Verfassungsschutz seien bislang mehr als 340 Anwerbeversuche Extremisten unter Flüchtlingen bekannt.
Vermutlich gebe es mehr Fälle, sagte der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Maaßen. Seine Behörde habe die Betreiber von Flüchtlingsheimen bereits für das Problem sensibilisiert und ihnen Informationen an die Hand gegeben.
Der Verfassungsschutz-Chef räumte ein, dass es schwierig sei, sich selbst radikalisierende Einzeltäter aufzuspüren. Dafür brauche es die Gesellschaft, die auf Veränderungen bei Personen achte.