Bericht: Deutsche Bundeswehr prüft Abzug aus Incirlik
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Bundeswehr-Tornado in Incirlik
Berlin (IRNA/Reuters/AFP) - Die deutsche Bundeswehr bereitet sich nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" auf eine mögliche Rückführung ihrer Aufklärungsflugzeuge vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik vor.
Das deutsche Verteidigungsministerium prüft derzeit, ob die sechs "Tornado"-Jets, mehrere Tankflugzeuge und die rund 250 Soldaten nach Jordanien oder auf Zypern verlegt werden könnten, schreibt "Spiegel" am Mittwoch unter Berufung auf deutsche Militärkreise.
Beim Umzug müssten aber die Aufklärungsflüge in Syrien für mindestens zwei Monate unterbrochen werden. Das deutsche Verteidigungsministerium nannte dazu keine Details.
"Wir würden den Einsatz für die Koalition gern von der Türkei aus fortsetzen, der Standort Incirlik ist für unsere Mission aber nicht alternativlos", sagte der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, dem Magazin.
Seit der Armenier-Resolution des Bundestages im Juni verweigert die Türkei deutschen Parlamentariern die Erlaubnis für Besuch auf dem Nato-Stützpunkt Incirlik. Außenminister Mevlüt Cavusoglu hatte am im Juni erklärt, Besuche von Politikern auf der Basis Incirlik würden derzeit "nicht als passend erachtet".
Mit ihrem Einsatz in Incirlik unterstützt die Bundeswehr seit Anfang des Jahres die internationale Allianz gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Ihre sechs Tornados helfen bei der Aufklärung über Syrien.
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