Deutscher Bundespräsident fordert klare Haltung Europas gegenüber Trump
Berlin (IRIB/dpa) - Deutscher Bundespräsident Joachim Gauck hat ein deutliches europäisches Signal gegen das von US-Präsident Donald Trump verfügte Einreiseverbot für Bürger aus muslimisch geprägten Ländern verlangt.
"Dazu sollten wir uns sehr klar äußern", sagte Gauck in einem Interview fünf europäischer Tageszeitungen. Gauck äußerte sich in einem gemeinsamen Interview der Tageszeitungen „NRC Handelsblad“ (Niederlande), „The Guardian“ (Großbritannien), „Le Monde“ (Frankreich), „La Stampa“ (Italien) und „El Pais“ (Spanien).
Zum Ende seiner Amtszeit formuliert Gauck quasi auf europäischer Bühne ein klares deutsches Bekenntnis zu Europa und zu einer selbstkritischen Weiterentwicklung der EU. Er nimmt zur Migrations- und Flüchtlingspolitik Stellung sowie zu den populistischen Bewegungen in Europa und zur internationalen Rolle Deutschlands.
Mit dem Einreiseverbot werde Menschen muslimischen Glaubens und bestimmter Herkunft pauschal unterstellt, sie seien gefährlich. "Das ist mit unseren Vorstellungen von Menschenwürde, Gleichheit und Religionsfreiheit nicht vereinbar", betonte der Bundespräsident.