Zeitungsbericht: US-Militärwaffen über Ramstein Air Base an syrische Rebellen geliefert
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Berlin (IRNA) - Ohne Genehmigungen der Bundesregierung hat das US-Militär laut einem Zeitungsbericht über seinen Stützpunkt in Ramstein Waffen und Munition aus Osteuropa an syrische Rebellen geliefert.
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Sep 14, 2017 02:26 Europe/Berlin
  • Zeitungsbericht: US-Militärwaffen über Ramstein Air Base an syrische Rebellen geliefert

Berlin (IRNA) - Ohne Genehmigungen der Bundesregierung hat das US-Militär laut einem Zeitungsbericht über seinen Stützpunkt in Ramstein Waffen und Munition aus Osteuropa an syrische Rebellen geliefert.

Das haben monatelange Recherchen der Süddeutschen Zeitung und der Journalistennetzwerke Organized Crime and Corruption Reporting Project (OCCRP) und Balkan Investigative Reporting Network (BIRN) ergeben. Die Recherchen basieren auf Gesprächen mit Whistleblowern und Experten, internen E-Mails des US-Militärs sowie offiziellen Berichten und Datenbanken wie etwa dem United Nations Register of Conventional Arms - und dem Federal Procurement Data System.

Dem Bericht zufolge sollen private Dienstleister der US-Armee seit 2013 Waffen und Munition russischer Bauart  im Wert von hunderten Millionen Dollar gekauft haben, die aus Fabriken in Serbien, Bosnien, Tschechien und Kasachstan stammten. Diese Waffen wurden laut dem Zeitungsbericht dann über die Häfen in Rumänien und Bulgarien oder über die US-Militärbasis in Deutschland an die Rebellen in Syrien geliefert.

Die Deutsche Regierung wusste nach eigenen Angaben nichts von den mutmaßlichen Waffenlieferungen. Deutschland hatte seit Beginn der Krise in Syrien 2011 keine Waffentransfers dieser Art genehmigt.