Merkel: Sollen uns nicht mehr auf die USA stützen
Aachen (IRNA) - Laut der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel könne man sich bei der Herstellung von Sicherheit nicht mehr auf die USA stützen. Nun sei die Zeit gekommen, selbst sein Schicksal in die Hand zu nehmen.
Die deutsche Kanzlerin gab dies bei der heutigen Karlspreisverleihung an den französischen Präsidenten in Aachen bekannt und hob hervor: "Unser klarer Ansatz besteht darin, das Atomabkommen mit dem Iran zu verteidigen, und dazu brauchen wir eine politische Lösung. Wir müssen härter arbeiten, um eine Lösungsweg zu finden".
In ihrer Rede hob sie weiter hervor, Europa müsse sein Schicksal in die eigenen Händen nehmen, und das sei die künftige Aufgabe Europas.
Darüber hinaus befürwortete Merkel die Reformvorschläge des französischen Präsidenten in Bezug auf Reformen in der Flüchtlingspolitik, gemeinsame Afrikapolitik, bezüglich den Fortschritten im Bereich der Finanz- und Bankenunion sowie eine Eigeninitiative in der Außenpolitik und dem Lossagen aus der Abhängigkeit der USA.
Emmanuel Macron legte bei dem Zeremoniell seine Ansichten zur europäischen Integrationspolitk und langfristige Pläne für die Zukunft Europas vor und forderte die Anwesenden und europäische Bürger auf, an die Lage Europas in den Jahren 2030 bis 2050 zu denken. Er sagte, Reformen in Europa sind ein Muss.
"Nur wenn in Europa Einigkeit herrscht, kann es auch erfolgreich sein."
Der Karlspreis wurde Macron für seine Pläne und Ansichten über die europäische Zukunft verliehen.
Nach dem Austritt der USA aus dem Atomabkommen stehen die europäischen Länder und die Europäische Union vor großen Herausforderungen, die Interessen und die Sicherheit Europas gegenüber dem amerikanischen Unilateralismus zu verteidigen.