Deutschland schickt keine Soldaten in den Irak
Berlin (Mehr News/Spiegel.de) - Gut eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Brüssel hat Deutschland eine Beteiligung der Bundeswehr an der Ausbildungsmission der Nato in Afghanistan ausgeschlossen.
Wie "Der Spiegel" gestern berichtete, hat die SPD Vorbehalte gegen die Beteiligung der Bundeswehr an dieser neuen Nato-Mission. Geplant ist nach SPIEGEL-Informationen, irakische Offiziere zu trainieren und Minenräumer auszubilden. Dazu sollen deutsche Soldaten aus Jordanien für sechs bis acht Wochen verlegt werden.
Es kann viele Kontroversen vor dem Nato-Gipfel verursachen. Seit Monaten poltert auch US-Präsident Donald Trump Europa, allen voran Deutschland. Berlin zahle nicht genug in das Militärbündnis ein.
Deutschland ist eines der wichtigsten Industrieländer der Welt und auch ein starkes Nato-Mitglied. Derzeit sind rund 4.000 deutsche Soldaten an 19 Auslandsmissionen von Afghanistan bis Mali beteiligt.