Vertiefung der iranisch-russischen Zusammenarbeit in Shanghai und Eurasien - ein Schritt hin zur Multipolarisierung des globalen Systems
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ParsToday - Der Erste iranische Vizepräsident Mohammad Reza Aref, der zur Teilnahme am 24. Treffen der Ministerpräsidenten der Mitgliedstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ/SCO) nach Moskau reiste, traf bei seiner ersten offiziellen Russlandreise den russischen Ministerpräsidenten Mikhail Mishustin zu Gesprächen.
(last modified 2026-04-03T06:25:11+00:00 )
Nov 18, 2025 05:52 Europe/Berlin
  • er Erste iranische Vizepräsident Mohammad Reza Aref trifft den russischen Ministerpräsidenten Mikhail Mishustin
    er Erste iranische Vizepräsident Mohammad Reza Aref trifft den russischen Ministerpräsidenten Mikhail Mishustin

ParsToday - Der Erste iranische Vizepräsident Mohammad Reza Aref, der zur Teilnahme am 24. Treffen der Ministerpräsidenten der Mitgliedstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ/SCO) nach Moskau reiste, traf bei seiner ersten offiziellen Russlandreise den russischen Ministerpräsidenten Mikhail Mishustin zu Gesprächen.

Aref, der an der Spitze einer politischen und wirtschaftlichen Delegation, darunter dem Minister für Industrie, Bergbau und Handel, nach Moskau reiste, betonte bei seinem Treffen mit dem russischen Ministerpräsidenten den Willen der Islamischen Republik Iran, die Beziehungen zu Russland zu vertiefen. Mit Blick auf die Mitgliedschaft und die Zusammenarbeit Teherans und Moskaus in regionalen und internationalen Mechanismen und Organisationen wie bei den BRICS-Staaten, der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit und der Eurasischen Wirtschaftsunion erklärte Aref: „Diese Organisationen verfügen über außergewöhnliche Kapazitäten, und die Zusammenarbeit beider Länder innerhalb dieses Rahmens kann der Kooperation neue Impulse verleihen.“

Während des Treffens erwähnte der russische Ministerpräsident den Nord-Süd-Korridor als strategische Route für die eurasische Region und betonte die Notwendigkeit, den Warentransit zu stärken und die erforderliche Infrastruktur fertigzustellen. Mishustin erklärte, Russland wolle die Beziehungen zur Islamischen Republik Iran auf der Grundlage nachbarschaftlicher Beziehungen vertiefen, verwies auf die Unterzeichnung des Umfassenden Strategischen Vertrages zwischen beiden Ländern und hob die Bedeutung der Umsetzung der darin enthaltenen Vereinbarungen hervor.

Das 24. Treffen der Ministerpräsidenten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit findet am heutigen Dienstag in Moskau statt. Mitglieder der Organisation sind Iran, Russland, Belarus, China, Indien, Kasachstan, Kirgisistan, Pakistan, Tadschikistan und Usbekistan.

Eine Ausweitung der iranischen Zusammenarbeit mit Russland im Rahmen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, der BRICS-Staaten und der Eurasischen Wirtschaftsunion könnte zu einer Verschiebung der regionalen Machtverhältnisse, einer Verringerung des Sanktionsdrucks und einer Stärkung von Transitrouten wie dem Nord-Süd-Korridor führen. Dieser Prozess wird nicht nur das wirtschaftliche Potenzial beider Länder freisetzen, sondern auch zur Multipolarisierung der globalen Ordnung beitragen.

Irans Mitgliedschaft in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ/SCO) – gemeinsam mit Russland und China – wird Teheran eine aktivere Rolle in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Energie ermöglichen. Irans Beitritt zur BRICS-Gruppe mit Russland, China und Indien wird zudem den Handel zwischen unabhängigen Staaten stärken, ohne auf den Westen angewiesen zu sein, und die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern. Dies könnte den Druck westlicher Sanktionen mindern und neue Wege für Investitionen und Handel eröffnen. Irans Zusammenarbeit mit der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU), insbesondere in den Bereichen Freihandel und Zollsenkungen, würde außerdem neue Exportmöglichkeiten für iranische Waren auf regionale Märkte schaffen.

Aufgrund seiner geografischen Lage wird Iran zum Bindeglied zwischen dem Persischen Golf und Russland sowie Europa. Dies wird nicht nur die Transiteinnahmen Irans erhöhen, sondern auch die geopolitische Position des Landes in der Region stärken.