The Guardian: Iran bleibt weiterhin Kampfsfähig
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Abschuss von einem US-Kampfjet und zwei Hubschrauber in Isfahan
ParsToday– Die britische Zeitung The Guardian schreibt, der Abschuss eines US-Kampfjets vom Typ F-15 sowie die kostspielige Evakuierungsoperation seines Piloten erinnerten Washington daran, dass Iran weiterhin in der Lage sei, Widerstand zu leisten und Kosten aufzuerlegen.
Laut ParsToday unter Berufung auf die Nachrichtenagentur ISNA hieß es in einer Analyse der britischen Zeitung, der Abschuss des F-15-Kampfjets und die Evakuierung seines Piloten (mit Kosten von über 250 Millionen US-Dollar) seien ein Hinweis darauf, dass Iran trotz 15.000 Bombardierungen weiterhin über die Fähigkeit verfüge, sich zu behaupten und dem Gegner Verluste zuzufügen.
In dem Beitrag des leitenden Korrespondenten Dan Sabbagh schreibt The Guardian, Donald Trump habe die Evakuierung des zweiten Piloten des abgeschossenen F-15-Jets als einen „propagandistischen Sieg“ bezeichnet. Der 48-stündige Vorfall sei jedoch eine Mahnung an die USA, dass Iran nicht nur nicht besiegt sei, sondern nach wie vor in der Lage sei, effektiv zu reagieren und den USA Kosten aufzuerlegen. Vor diesem Hintergrund sei jede Planung für eine Bodenoffensive gegen Iran – etwa mit dem Ziel, eine Insel einzunehmen oder Uran zu sichern – mit erheblichen Risiken verbunden.
The Guardian führt weiter aus, dass mehr als fünf Wochen seit dem „aggressiven Angriff“ der USA und des zionistischen Regimes auf Iran vergangen seien und die Luftangriffe der gegnerischen Kräfte teils bis zu 500 Einsätze pro Tag erreichten. Dennoch habe der Abschuss eines US-Kampfjets – ein Ereignis, das zuletzt im Irak-Krieg 2003 verzeichnet wurde – unmittelbar ein ernstes Problem für Washington dargestellt. Der Vorfall zeige, dass die von den USA und dem zionistischen Regime beanspruchte Lufthoheit nicht uneingeschränkt zutreffe.
Die Kosten pro Einheit eines F-15E Strike Eagle werden mit rund 31 Millionen US-Dollar angegeben (wobei neuere Ersatzmodelle etwa 100 Millionen US-Dollar kosten). Die Evakuierungsoperation des zweiten Piloten sei jedoch teurer gewesen als die eigentliche Kampfmission. Die Entscheidung, eine stillgelegte Landebahn südlich von Isfahan als Operationsbasis zu nutzen, habe sich als Fehler erwiesen, nachdem zwei Transportflugzeuge vom Typ C-130 Hercules dort außer Gefecht gesetzt worden seien.
US-Quellen zufolge hat das US-Militär daraufhin zusätzliche Transportflugzeuge entsenden müssen, um die Evakuierung des verletzten zweiten Piloten abzuschließen. Der Analyse zufolge belaufen sich die Kosten pro zerstörter Hercules-Maschine auf rund 115 Millionen US-Dollar. Auch Hubschrauber vom Typ Pave Hawk, die an der Evakuierung beteiligt waren, hatten am Freitag schwere Schäden erlitten. Insgesamt lässt sich daher leicht schlussfolgern, dass die Kosten für zerstörte und beschädigte Flugzeuge und Hubschrauber 250 Millionen US-Dollar übersteigen – der Großteil davon entfiel auf die Evakuierung des zweiten Piloten.