Wie erreichten die Islamischen Revolutionsgarden diese Stärke?
https://parstoday.ir/de/news/iran-i102842-wie_erreichten_die_islamischen_revolutionsgarden_diese_stärke
ParsToday – Der 48. Jahrestag der Gründung der Islamischen Revolutionsgarden hat in diesem Jahr mehr denn je die Aufmerksamkeit politischer und medialer Kreise auf sich gezogen. Während eines 40-tägigen epischen Abwehrkampfes versetzten die Islamischen Revolutionsgarden gemeinsam mit anderen Streitkräften dem zionistischen Regime und den USA einen schweren und überraschenden Schlag.
(last modified 2026-04-22T18:51:28+00:00 )
Apr 22, 2026 20:48 Europe/Berlin
  • Wie erreichten die Islamischen Revolutionsgarden diese Stärke?
    Wie erreichten die Islamischen Revolutionsgarden diese Stärke?

ParsToday – Der 48. Jahrestag der Gründung der Islamischen Revolutionsgarden hat in diesem Jahr mehr denn je die Aufmerksamkeit politischer und medialer Kreise auf sich gezogen. Während eines 40-tägigen epischen Abwehrkampfes versetzten die Islamischen Revolutionsgarden gemeinsam mit anderen Streitkräften dem zionistischen Regime und den USA einen schweren und überraschenden Schlag.

Die Islamischen Revolutionsgarden gehörten neben der Armee Irans zu den offiziellen Streitkräften der Islamischen Republik Iran und sind ausdrücklich in der Verfassung verankert. Ihre Geschichte und Bilanz unterscheiden sie grundlegend von anderen Streitkräften weltweit. Nach dem Sieg der Islamischen Revolution befand sich Iran im Zentrum eines realen Sturms: Noch keine vier Wochen nach dem Umsturz versuchten verschiedene politische Gruppierungen, die Revolution für sich zu vereinnahmen. Bewaffnete marxistische und linke Gruppen, die Fedaejan-e Khalq, die Munafeqin sowie separatistische Bewegungen in Kurdistan, Turkmenensahra, Chuzestan und Sistan und Belutschistan bemühten sich jeweils auf ihre Weise, Einfluss auf die Zukunft des Landes zu nehmen.

Auch externe Feinde suchten nach Gelegenheiten, die Revolution durch Putsche oder innere Destabilisierung zu untergraben. Zwar blieb die Armee, die zuvor dem Pahlavi-Regime gedient hatte, bestehen, doch war sie noch weit davon entfernt, eine revolutionäre Armee zu sein – trotz der klaren Unterstützung durch Imam Chomeini für ihren Erhalt.

Vor diesem Hintergrund erließ Imam Chomeini, das große Oberhaupt der Islamischen Revolution, am 22. April 1979 den Befehl zur Gründung der Revolutionsgarden. Dieser Schritt entsprang nicht der Sorge vor der Stärke des Volkes, sondern der Befürchtung, dass die Revolution von Kräften vereinnahmt werden könnte, die nicht mit den Überzeugungen der Bevölkerung übereinstimmten. Imam Chomeini legte von Beginn an besonderen Wert auf zwei Prinzipien: die Bewahrung des volksnahen Charakters der Revolution und die Verhinderung ihrer Instrumentalisierung durch opportunistische Gruppen.

Die Entstehung der Revolutionsgarden war somit eine Antwort auf diese beiden zentralen Anliegen. Berichte des Revolutionsrats zeigen, dass zwischen März und April 1979 intensive Beratungen zwischen Mitgliedern des Rates, Vertrauten Imam Chomeinis und revolutionären Aktivisten stattfanden. Im Mittelpunkt stand die Idee einer neuen Kraft – weder klassische Armee noch Kopie bewaffneter Gruppierungen, noch parteipolitisches Instrument –, sondern eine eigenständige Institution, gegründet auf drei Säulen: Glauben, Volksnähe und Verantwortung gegenüber der Revolution.

Im Gründungsbefehl heißt es: „Zum Schutz der Islamischen Revolution und ihrer Errungenschaften werden die Islamischen Revolutionsgarden gegründet. “ Dieser scheinbar einfache Satz hat sich in den vergangenen 48 Jahren zu einer tragenden Säule der nationalen Sicherheit Irans entwickelt. Dass die Garde als „Hüter der Revolution“ und nicht nur als „Verteidiger des Landes“ definiert wurde, liegt in der Natur der Revolution selbst: Sie war nicht nur politisch, sondern auch sozial, kulturell und wertebasiert. Entsprechend richteten sich die Bedrohungen nicht allein gegen territoriale Integrität, sondern auch gegen Identität und Werte.

In den ersten Monaten nach dem Sieg der Revolution übernahmen die Revolutionsgarden entscheidende und komplexe Aufgaben: den Kampf gegen bewaffnete Gruppen in Kurdistan, die Sicherung der südlichen und östlichen Regionen, die Bekämpfung konterrevolutionärer Aktivitäten in Teheran und anderen Großstädten sowie die Vereitelung von Putschversuchen wie dem Nojeh-Putsch. Viele dieser Herausforderungen konnten nicht allein mit klassischen militärischen Mitteln bewältigt werden, sondern erforderten eine Kombination aus militärischer und gesellschaftlicher Mobilisierung.

Zahlreiche Krisen wurden durch die Einbindung der Bevölkerung und den Einsatz sogenannter „weicher Macht“ bewältigt. Persönlichkeiten wie Mohammad Borudscherdi und Ahmad Motevasselian suchten bewusst den Kontakt zur Bevölkerung, um eine klare Trennung zwischen Volk und konterrevolutionären Kräften zu schaffen. Borudscherdi wurde in diesem Zusammenhang unter den Kurden sogar als „Messias Kurdistans“ bekannt.

Während des achtjährigen aufgezwungenen Krieges durch das Baath-Regime Saddam Husseins übernahmen die Revolutionsgarden eine zentrale Rolle bei der Organisation freiwilliger und volksnaher Kräfte im Kampf gegen die irakische Armee. Der Krieg endete schließlich damit, dass Saddam Hussein gezwungen war, das Abkommen von Algier aus dem Jahr 1975 anzuerkennen – jenes Abkommen, das er 1980 öffentlich zerrissen hatte, bevor er Iran einen achtjährigen Krieg aufzwingen wollte.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Revolutionsgarden gehört neben dem Schutz der territorialen Integrität und der revolutionären Werte auch der Ausbau militärischer Fähigkeiten. Angesichts internationaler Isolation und Waffenembargos konzentrierte sich Iran insbesondere auf die Entwicklung von Raketen- und Drohnentechnologie. Die Bedeutung dieser strategischen Investitionen zeigte sich in den Operationen „Wahres Versprechen“ sowie im 40-tägigen Konflikt mit zwei modernen Armeen – den USA und dem zionistischen Regime.

Diese Entwicklungen haben die Abschreckungsfähigkeit Irans deutlich unterstrichen und der internationalen Öffentlichkeit die gewachsene militärische Stärke des Landes vor Augen geführt.