Blinken: Trump sucht einen Ausweg aus dem Krieg gegen Iran
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ParsToday– Der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken sagte, dass die Folgen eines Krieges gegen Iran „real” seien und US-Präsident Donald Trump nach einem Weg suche, sich aus einem solchen Krieg zurückzuziehen.
(last modified 2026-05-09T09:38:06+00:00 )
May 09, 2026 09:05 Europe/Berlin
  • Der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken
    Der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken

ParsToday– Der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken sagte, dass die Folgen eines Krieges gegen Iran „real” seien und US-Präsident Donald Trump nach einem Weg suche, sich aus einem solchen Krieg zurückzuziehen.

Laut ParsToday berichtete die iranische Nachrichtenagentur IRIB am Freitagabend, dass Blinken in den sozialen Medien schrieb: „US-Präsident Donald Trump sieht sich zwei Einschränkungen gegenüber: steigende Preise und sinkende Munitionsvorräte.“

Blinken warnte: „Das Problem geht jedoch über die Preise hinaus und betrifft die Verfügbarkeit von Gütern. Die Folgen für die Weltwirtschaft und die Menschen in den USA sind real.“

Er fügte hinzu: „Der US-Präsident sucht nach einem Ausweg. Ich hoffe, dass er einen Weg findet. Es muss eine Vereinbarung getroffen werden. Iran hat jedoch ein Druckmittel in der Hand und wird es nutzen.“

Michael Maloof, ein ehemaliger Pentagon-Analyst, sagte dem Nachrichtensender Al-Mayadeen: „Trump wird keine bessere Vereinbarung erreichen als Obama, und Iran hat das Recht auf Urananreicherung sowie die Kontrolle über den Schiffsverkehr in seinen Gewässern.“

Maloof fügte hinzu: „Die Vereinigten Arabischen Emirate agieren in der Region als Vertreter Israels und der USA und sind ein Instrument Tel Avivs. Zwischen beiden Seiten besteht ein direkter Austausch über die aktuellen Entwicklungen.“

Auch der US-amerikanische Politikwissenschaftler John Mearsheimer ist der Ansicht, dass Trumps Maßnahmen gegen Iran keineswegs im Interesse der USA sind.

Er verwies auf die jüngsten Auseinandersetzungen in der Straße von Hormus sowie auf die Fragilität des Waffenstillstands zwischen den USA und Iran. Mearsheimer betonte: „Ein Krieg gegen Iran wäre eine katastrophale Niederlage für die USA. Wir haben keines unserer Ziele erreicht, Iran kontrolliert die Straße von Hormus und die US-Basen in der Region wurden zerstört.“

Der renommierte Experte für internationale Beziehungen fügte hinzu, dass die maritime Blockade der USA nur deshalb erfolgt sei, weil Bombardierungen gegen Iran nicht erfolgreich gewesen seien. Er erklärte außerdem, dass die Iraner auch diesem Druck standhalten würden.

Die New York Times berichtete zudem, dass die USA seit Beginn des Krieges gegen Iran fast die Hälfte ihrer Marschflugkörper-Reserven eingesetzt haben.