Deutsch-iranische Wirtschaftsbeziehungen
Ansali (ParsToday/shz.de) - Der Geschäftsführer der Freihandelszone 'Bandar-e Anzali Special Economic Zone', hat über die Verhandlungen deutscher Wirtschaftsdelegationen für den Ausbau der Beziehungen mit iranischen Freihandelszonen berichtet.
"Reza Masru" hat am Dienstag nach seiner Zusammenkunft mit zwei norddeutschen Handelsdelegationen über die Kapazitäten der Freihandelszone Bandar-e Ansali berichtet und gesagt, dass Iran und Deutschland seit alters her eine gute wirtschaftliche Zusammenarbeit hatten.
Der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch sagte nach der Besichtigung dieser Freihandelszone, dass die Deutschen positiv eingestellt seien gegenüber Investitionen in Iran und fügte hinzu, dass das Ziel der Reise der Wirtschaftsvertreter aus Hamburg und Schleswig-Holstein der Verbesserung der Investitionsmöglichkeiten sowie deren Kenntnisse diene.
Der Wirtschaftssenator und sein schleswig-holsteinischer Kollege Reinhard Meyer (SPD) sind am Samstag in der iranischen Hauptstadt eingetroffen. Auf der einwöchigen Reise werden sie von 60 Unternehmensvertretern begleitet. Schwerpunkt der Gespräche in Teheran ist die maritime Wirtschaft. Die Delegation wird die Häfen in Bandar Ansali am Kaspischen Meer und Bandar Abbas am Persischen Golf besichtigen.
Größte Hürde für Geschäfte mit dem Iran sind nach Ansicht von Horch die Finanzierungsprobleme. Trotz Atomabkommen und Aufhebung der Wirtschaftssanktionen wollten die deutschen Banken die Iran-Deals nicht finanzieren. Sie beklagten Rechtsunsicherheit. Der Iran wirft den Banken vor, Angst vor neuen Strafmaßnahmen durch die USA zu haben. «Wir und die Bundesregierung kennen die Finanzierungsprobleme und arbeiten zusammen mit den Banken und Versicherern daran, die Finanzierungswege zu verbessern», sagte Horch im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.