Rohani: Präsenz ausländischer Mächte - nicht zum Interesse der Region
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Teheran (ParsToday) - Laut dem iranischen Präsidenten ist die Präsenz ausländischer Mächte nicht im Interesse der Bürger der Region; deren Anwesenheit habe lediglich zu verstärkten Waffenverkäufen, zu Differenzen sowie einem Spiel mit dem Ölpreis geführt.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Nov 15, 2017 11:11 Europe/Berlin
  • Rohani: Präsenz ausländischer Mächte - nicht zum Interesse der Region

Teheran (ParsToday) - Laut dem iranischen Präsidenten ist die Präsenz ausländischer Mächte nicht im Interesse der Bürger der Region; deren Anwesenheit habe lediglich zu verstärkten Waffenverkäufen, zu Differenzen sowie einem Spiel mit dem Ölpreis geführt.

Hassan Rohani sagte auf der heutigen Kabinettssitzung in Teheran: "Jedes Mal, wenn die Amerikaner in die Region präsent waren, ist es zum Ausbruch von Kriegen und zu Auseinandersetzungen gekommen, und Teile der Region wurden in Unruhe versetzt."

Laut dem iranischen Präsidenten seien die Interventionen der ausländischen Mächte für sämtliche große Kriege in der Region, wie im Irak, in Afghanistan, Syrien und im Jemen verantwortlich.

"Die wehrlosen Menschen im Jemen kämpfen seit Jahren mit Problemen wie Krankheit, Armut und ständigen Bombenangriffen", betonte Rohani und ergänzte: "Weshalb drangsaliert ein Land die unschuldigen Menschen im Jemen auf solche Art und Weise und setzt seine Verbrechen fort."

Rohani verurteilte zudem das Schweigen der Vereinten Nationen gegenüber diesen Verbrechen und betonte: "Angesichts dieser Untaten bleiben die Vereinten Nationen still und nehmen keine feste und entschiedene Position ein. Und auch die westlichen Mächte unterstützen solche Verbrechen." 

Der iranische Präsident ging ferner auf die offene Einmischung in ein unabhängiges Land wie den Libanon ein und sagte: "Wie kann es sein, dass jemand den Rücktritt eines anderen fordert und dafür Ersatz findet und diese Person auch nominiert."

Nach den Worten Rohanis sei dies ein äußerst ungewöhlicher Schritt in der gesamten Menschheitsgeschichte.

Er sagte: "Wer seid ihr und auf welche Macht stützt ihr euch, dass ihr derartige Maßnahmen trefft. Was glaubt ihr, inwieweit man die Dinge mit Geld regeln kann."

Abschließend betonte der iranische Staatschef, es sei sehr beschämend und peinlich für ein regionales Land, das zionistische Regime zu bitten, die Menschen im Libanon zu bombardieren.