Atomabkommen: Irans Außenminister Zarif kritisiert Europäer
Teheran(ParsToday)- Irans Außenminister, Mohammad-Dschawad Zarif, hat den europäischen Staaten vorgeworfen, in der Frage des Atomabkommens zu übertreiben.
Im Gespräch mit der iranischen Tageszeitung "Eatemad"(Montag-Ausgabe) wies Zarif auf die Bedingungen, die der US-Präsident, Donald Trump, an die Europäer für den Verbleib im Atomabkommen gestellt hat, hin und sagte, sie(die Amerikaner) sind nicht in einer Lage, einem Vertragspartner Bedingungen zu stellen, der den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan( Joint Comprehensive Plan of Action – JCPOA/Atomabkommen) vollständig umgesetzt hat.
Irans Chefdiplomat unterstrich, dass Teheran gegenüber den Brüssel-Washington-Provokationen nicht gleichgültig bleiben werde und sagte, Iran nehme an, dass Trump derzeit noch Propaganda in den Raum stelle, die nicht in Praxis umgesetzt worden sei; wenn aber diesen Propaganda Taten folgen sollten, werde Teheran angemessen darauf reagieren.
Zarif äußerte sich dann zu den Versuchen des Westens, mit dem Iran über seine Verteidigungsfähigkeit zu sprechen und sagte, die USA und die europäischen Länder hätten allein im vergangenen Jahr Verträge über Waffenverkauf mit den Anrainerstaaten des Persischen Golfs im Wert von insgesamt 116 Milliarden US-Dollar, davon 67 Milliarden an Saudi-Arabien, abgeschlossen, deshalb seien Verhandlungen mit Teheran über seine Verteidigungsfähigkeit grundlos.
Irans Außenminister warf dann den Europäern vor, in der Frage der iranischen Verteidigungsfähigkeit einen nutzlosen Weg eingeschlagen zu haben; einige von ihnen versuchen, Trump in dieser Frage zufriedenzustellen, was aber letztlich nichts bringen werde, betonte Zarif.
In diesem Gespräch sprach sich für eine friedliche Lösung der Jemenkrise aus und sagte, wenn Europa tatsächlich Willen ist, die Jemenkrise zu lösen, dann soll es Waffenlieferungen an Aggressoren stoppen.