Helga Schmid: Hundert Unternehmen treten in Kürze mit Iran in Verhandlung
Oslo (ParsToday) - Laut der Generalsekretärin des Europäischen Auswärtigen Dienstes Helga Schmid tritt Europa entschlossener denn je für die Wahrung des Atomabkommens ein. Zur Erreichung dieses Ziels, arbeite man an der Schaffung eines bestimmten Mechanismus.
Bei ihrem Treffen mit dem Leiter der iranischen Atombehörde Ali Akbar Salehi am Mittwoch in Oslo sagte Schmid, es sei geplant, dass in Kürze hundert Unternehmen mit Iran in Gespräche treten.
"Mit Blick darauf, dass mehr als 60 Prozent der europäischen Industrie auf diesem Gebiet tätig sind, erwarten wir die Entstehung eines geeigneten Rahmens zur Zusammenarbeit, die mit der Unterstützung und direkten Beteiligung der Europäischen Union einhergeht", hob die Generalsekretärin des EU-Außendienstes ferner hervor.
Zu den erforderlichen Finanz- und Bankmechanismen sagte Schmid, die EU werde eine geeignete Lösung für den Aufbau der Handels- und Finanzbeziehungen mit Iran finden.
Der Leiter der iranischen Atombehörde betonte bei dem Gespräch seinerseits, Iran sei zwecks Wahrung des Atomabkommens auf die Erfüllung bestimmter Erwartungen und auch auf die Aufhebung der grausamen Sanktionen angewiesen.
"Iran akzeptiert keinesfalls, seinen Verpflichtungen nachzugehen, solange die Sanktionen weiterbestehen", betonte Salehi.
Ali Akbar Salehi ist zur Teilnahme am Osloer Forum nach Norwegen gereist.