Iran fordert irakische Kurdenregion zur Auslieferung von „Terroristen“ auf
Teheran (ParsToday/Press TV) - Die iranischen Revolutionsgarden haben die irakische Kurdenregion aufgefordert, Terrorgruppen zu zerschlagen und Terroristen an Iran auszuliefern.
"Wir haben eindeutige Akten über Terroristen zusammengestellt, die in der irakischen Kurdenregion untergebracht sind, und wir haben unseren Auslieferungsantrag beim Irak gestellt", sagte der Kommandeur der Hamzeh Seyed al-Shohada-Basis Brigadegeneral Mohammad Taqi Osanlou am Freitag dem Nachrichtensender Al-Mayadeen.
Wenn die Behörden in der irakischen Kurdenregion diese „gesuchten Terroristen“ so schnell wie möglich an Iran ausliefern, werde sich die [Sicherheits-] Situation verbessern, fügte er hinzu.
Jüngst haben die Revolutionsgraden mehrere Male Stellungen von „Terroristen“ in der irakischen Kurdenregion mit Raketen angegriffen. Der letzte dieser Angriffe wurde am 14. November durchgeführt.
Teheran nennt feindliche Aktivitäten konterrevolutionärer Gruppen, die in der irakischen Kurdenregion beherbergt werden, als einen der Gründe für die jüngsten gewalttätigen Unruhen im Land. Verschiedene Berichte deuten auch darauf hin, dass terroristische Gruppen am Schmuggel von Waffen nach Iran beteiligt waren, um die Sicherheit zu schüren.
Brigadegeneral Osanlou sagte, dass etwa 23 Treffen mit irakischen Regierungsverantwortlichen abgehalten worden seien, um das Problem diplomatisch zu lösen, und betonte, dass Iran die Notwendigkeit betont habe, terroristische Gruppen von seinen Grenzen zu vertreiben.
Die Grenzen im Westen des Landes stehen unter ständiger Beobachtung der iranischen Streitkräfte, sagte Brigadegeneral Osanlou und fügte hinzu: „Leider gibt es einige Bewegungen an den irakischen Grenzen, die zur Instabilität führen.“
Er wies auch auf die Überwachung der irakischen Kurdenregion durch die Revolutionsgarden hin und bekräftigte die Streitkräfte seien durchaus in der Lage, einen Anführer der Terrorgruppe anzugreifen, aber davon absähen, weil er von seiner Familie begleitet werde.
Den Revolutionsgarden sei es auch gelungen, einen Terroristenführer ins Visier zu nehmen, der verletzt und in ein Krankenhaus in Erbil gebracht worden sei, sagte er.
Iran hat die Regierungsverantwortlichen der irakischen Kurdenregion bei unzähligen Gelegenheiten gewarnt, dass er die Präsenz und Aktivitäten terroristischer Gruppen entlang seiner nordwestlichen Grenzen nicht tolerieren werde.