Außenminister Amir-Abdollahian: Werden auf „Sanktion und Einmischung“ reagieren
Teheran (ParsToday/IRNA) – Der Außenminister der Islamischen Republik Iran hat in einem Telefongespräch mit dem EU-Außenbeauftragten, bei dem es um Proteste und Unruhen im Iran ging, betont, dass Teheran auf Sanktion und Einmischung in die inneren Angelegenheit des Landes reagieren werde.
Hossein Amir-Abdollahian schrieb am Freitagabend auf seiner persönlichen Seite im virtuellen Raum zum Gespräch mit Joseph Borrell, dem EU-Außenbeauftragten: Wir sind gleichzeitig auf dem Weg zum letzten Schritt eines guten, starken und stabilen Atomabkommens.
Die USA und die drei europäischen Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien) irren sich, wenn sie glauben, mit Druck und Instrumentalisierung mehr Punkte in den Verhandlungen holen zu können, schrieb Amir-Abdollahian darin weiter.
Zuvor hatte der Sprecher des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran Nasser Kanani dazu geschrieben: US-Verantwortliche wüssten, dass der Iran nicht bereit sei, unter Druck und Drohungen zu verhandeln und Zugeständnisse zu machen; das Abkommen habe seine eigene Logik, und die Position des Iran zu den JCPOA-Verhandlungen sei völlig klar.
Nach monatelangen intensiven Gesprächen in Wien hätten die Verhandlungen über die Aufhebung der Sanktionen ein Stadium erreicht, bei dem eine gute Einigung erzielt werden könne, wenn die USA als Vertragspartei, die gegen den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA/Atomabkommen) verstießen, die berechtigten Forderungen des Iran und die Voraussetzungen für den Abschluss eines stabilen und verlässlichen Abkommens akzeptierten, erklärt die iranische Seite.
Die meisten der an den Gesprächen teilnehmenden Länder wollten einen schnelleren Abschluss der Verhandlungen, aber eine endgültige Einigung stehe noch aus, weil die politischen Entscheidungsträger der Vereinigten Staaten von Amerika zu mehreren wichtigen und verbleibenden Schlüsselfragen noch unschlüssig seien.