Iranisches Parlament: Großbritannien wütend über Geheimdienstversagen
Teheran (ParsToday) – Laut Iran sei das Vereinigte Königreich wütend über das Versagen seiner Geheimdienste, nachdem ein hochrangiger iranischer Amtsträger, Alireza Akbari, wegen Spionage für den britischen Geheimdienst hingerichtet worden war.
„Großbritannien ist nicht verärgert über Akbaris Hinrichtung; Großbritannien fordert stets Opfer, um seine Spionageziele zu erreichen, aber es ist jetzt wütend über das Versagen der Geheimdienste“, sagte Ebrahim Azizi, stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Nationale Sicherheit und Außenpolitik.
Er erklärte, dass Akbari gegen eine Nation vorgegangen sei und wertvolle Verteidigungs- und Sicherheitsinformationen gefährdet habe.
„Gegen Spionageelemente wird auf der ganzen Welt hart vorgegangen, und das ist eine international anerkannte Tatsache“, fügte Azizi hinzu.
Er sagte, worüber die Briten aufregt, sei die Tatsache, dass sie herausgefunden haben, dass sie ihre Entscheidungen auf der Grundlage falscher Informationen getroffen haben, die ihnen die ganze Zeit von den iranischen Geheimdiensten geliefert wurden.
„Sie haben jahrelang in jemanden investiert, und jetzt haben sie festgestellt, dass die iranischen Geheimdienste ihn genau im Visier hatten, und das hat sie wütend gemacht“, fügte er hinzu.
Es sei unnötig, auf die „unbegründeten und irrationalen“ Äußerungen über Akbaris Hinrichtung ohne nationale und internationale Rechtsgrundlage zu antworten, sagte er.
Akbari wurde 2019 festgenommen. Er hatte 1.805.000 Euro, 265.000 Pfund und 50.000 Dollar für Spionageaktivitäten für das Vereinigte Königreich erhalten.
Die iranische Justiz gab bekannt, der Verurteilte, der wegen „Korruption auf Erden“ und „umfassender Aktivitäten gegen die innere und äußere Sicherheit des Landes“ durch Spionage für die Spionagebehörde der britischen Regierung zum Tode verurteilt worden war, wurde am Samstag gehängt.
In einer Erklärung vom Mittwoch beschrieb das iranische Informationsministerium Akbari als „einen der einflussreichsten Agenten des Spionagedienstes des Vereinigten Königreichs in den sensiblen und strategischen Zentren des Landes“, und stellte fest, dass er nach einem „langen, mehrfachen und vielschichtigen Prozess“ mit Hilfe von „Spionageabwehr-“ und „Täuschungsoperationen“ identifiziert und festgenommen worden sei.
Der „Schlüsselspion“, so das Ministerium, habe die erlangten Informationen aus sensiblen Zentren mehrfach an den feindlichen Spionagedienst übermittelt und sei sich seines Vorgehens „vollkommen bewusst“ gewesen.
Der britische Außenminister James Cleverly forderte die Freilassung des Spions, als Anfang der Woche Berichte über seine geplante Hinrichtung auftauchten, und sagte in einem Tweet: „Iran muss die Hinrichtung des britisch-iranischen Staatsbürgers Alireza Akbari stoppen und ihn unverzüglich freilassen.“
Das Vereinigte Königreich hat eine lange Geschichte von Spionageaktivitäten in Iran, die bis zum Putsch von 1953 gegen die demokratisch gewählte Regierung von Mohammad Mosaddeq zurückverfolgt werden kann.
Iranische Informationsdienste haben in den vergangenen Jahren viele mit dem Ausland verbundene Spione festgenommen, die in den vergangenen Jahrzehnten an Sabotageakten gegen iranische Menschen und Einrichtungen beteiligt waren.
Die britische Regierung war auch aktiv an der Anstiftung zu den jüngsten vom Ausland unterstützten Unruhen in Iran nach dem Tod einer jungen Frau kurdischer Abstammung beteiligt.