Britischer Botschafter kehrt nach Iran zurück
Teheran (ParsToday/IRNA) – Der britische Botschafter in Teheran Simon Shercliff, der am Samstag vergangener Woche nach der Vollstreckung des Todesurteils gegen den iranisch-britischen Staatsbürger Alireza Akbari nach London zurückgerufen worden war, ist gestern nach Teheran zurückgekehrt.
Großbritannien verurteilte die Hinrichtung als "barbarisch". Sie werde "nicht unwidersprochen bleiben", betonte der britische Außenminister James Cleverly. Premierminister Rishi Sunakk äußerte sich "entsetzt". Er sprach von einer "gefühllosen und feigen Tat, ausgeführt von einem barbarischen Regime, das die Menschenrechte des eigenen Volkes nicht respektiert".
Stunden später gab Cleverly bekannt, dass der iranische Generalstaatsanwalt auf die britische Sanktionsliste gesetzt worden sei.
Er habe neben der Sanktionierung des Staatsanwalts und der Vorladung des Geschäftsträgers der iranischen Botschaft in London auch den Botschafter des Landes zu Konsultationen nach London zurückgerufen, teilte Cleverly am Samstag vergangener Woche auf Twitter mit.
„Wir machen die iranische Regierung verantwortlich und unsere Reaktion wird nicht auf heute beschränkt sein“, sagte der britische Außenminister.
Akbari war beschuldigt, durch Spionage für den Geheimdienstapparat der britischen Regierung gegen ein Gehalt von 1.805.000 Euro, 265.000 britischen Pfund und 50.000 US-Dollar umfangreiche Maßnahmen gegen die innere und äußere Sicherheit des Landes ergriffen zu haben.
Laut der Anklageschrift hat der Verurteilte in den vergangenen Jahren Aktionen gegen die nationale Sicherheit des Landes unternommen, Spionage zugunsten Englands und Kommunikation mit dem Geheimdienst MI6 betrieben sowie umfangreiche Treffen mit feindlichen Geheimdienstoffizieren in verschiedenen Ländern und über einen langen Zeitraum gehabt, was ein massives Verbrechen gegen die innere und äußere Sicherheit des Landes bedeutet.
Nachdem Akbari Iran verlassen und sich in England aufhielt, begann er die Zusammenarbeit mit Londoner Studieneinrichtungen. Zuvor hatte er in Iran Informationen gesammelt und an jene Einrichtungen, die unter der Leitung von Geheimdient-Offizieren standen, geliefert, hieß es in der Anklageschrift weiter.