Iran kritisiert Rauswurf der muslimischen Demokratin Omar aus Auswärtigem Ausschuss
Teheran (ParsToday/Press TV) - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat die Entscheidung der Republikaner im US-Repräsentantenhaus kritisiert, die muslimische Demokratin Ilhan Omar aus dem Auswärtigen Ausschuss zu werfen.
Die US-Republikaner haben die bekannte demokratische Abgeordnete Ilhan Omar wegen Israel-kritischer Äußerungen aus dem Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses rausgeworfen. Bei einem Votum in der Kongresskammer stimmten am Donnerstag 218 republikanische Abgeordnete für einen Ausschluss der Linkspolitikerin aus dem mächtigen Gremium. 211 Demokraten stimmten gegen den Ausschluss.
Omar hatte den Republikanern vor der Abstimmung rassistische Motivationen vorgeworfen. "Ich bin eine Muslimin, ich bin eine Einwanderin, und ich komme interessanterweise aus Afrika", sagte die 40-Jährige im Plenum des Repräsentantenhauses. "Ist irgendjemand überrascht, dass ich als Ziel auserkoren wurde? Ist irgendjemand überrascht, dass ich irgendwie als unwürdig ansehe und dennoch über US-Außenpolitik spreche?"
Als Reaktion auf diesen politisierten Schritt schrieb Nasser Kanani, der Sprecher des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, am Freitag auf Twitter, der Schluss einer Kritikerin des israelischen Apartheidregimes zeige die "parlamentarische Tyrannei" der USA.
"Der Rauswurf von Ilhan Omar, einer schwarzen muslimischen Kritikerin der israelischen Apartheid, aus einem Ausschuss des Repräsentantenhauses zeigt das praktische Engagement der USA für den Slogan 'Frau, Leben, Freiheit' ", erklärte Kanani mit Hinweis auf den Schlüsselslogan hinter den jüngsten Unruhen in Iran.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums fügte hinzu, dass die USA auf den Slogan zurückgegriffen hätten, um sich in die inneren Angelegenheiten Irans einzumischen.
Das US-Repräsentantenhaus stimmte am 25. Januar mit überwältigender Mehrheit für eine Resolution, die die Solidarität mit dem iranischen Volk ausdrückte, nachdem angeblich ein „brutales Vorgehen“ gegen Demonstranten nach dem Tod einer 22-jährigen Frau kurdischer Abstammung in Iran stattgefunden hatte.
Auf Twitter tadelte Kanani die Resolution des US-Kongresses und sagte, die Amerikaner "wollen niemals die Realitäten des Landes akzeptieren" und wünschten, sie seien so, wie sie es wollten.