Iran verurteilt „wilden“ Überfall israelischer Armee auf Nablus, fordert „internationale Aktion'
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Teheran - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat den „wilden“ und „terroristischen“ Überfall israelischer Regimetruppen in der besetzten Stadt Nablus im Westjordanland, bei dem mindestens 10 Palästinenser getötet und mehr als 100 verletzt wurden, scharf verurteilt.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Feb 23, 2023 07:49 Europe/Berlin
  • Iran verurteilt „wilden“ Überfall israelischer Armee auf Nablus, fordert „internationale Aktion'

Teheran - Der Sprecher des iranischen Außenministeriums hat den „wilden“ und „terroristischen“ Überfall israelischer Regimetruppen in der besetzten Stadt Nablus im Westjordanland, bei dem mindestens 10 Palästinenser getötet und mehr als 100 verletzt wurden, scharf verurteilt.

In einer Erklärung am Mittwoch forderte Nasser Kanaani die internationale Gemeinschaft auf, „sofort Maßnahmen“ zu ergreifen, um den „Völkermord an den Palästinensern durch das zionistische Besatzungsregime und sein rassistisches und extremistisches Kabinett“ zu beenden.

Israelische Streitkräfte starteten am Mittwochmorgen einen Überfall auf Nablus, bei dem zehn Menschen getötet und mindestens 102 weitere verletzt wurden.

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums wurden 82 Menschen durch scharfe Munition verletzt, viele von ihnen noch in kritischem Zustand. 

In Bezug auf die Verbrechen des Apartheidregimes im besetzten Westjordanland und die Tötung von Palästinensern, darunter Kindern, Frauen und älteren Menschen, bezeichnete Kanaani die Aggression als „inakzeptabel“ inmitten des „Schweigens und der Untätigkeit verantwortlicher internationaler Gremien und sogenannter Verfechter der Menschenrechte im Westen.“

Er begrüßte den „mutigen“ Widerstand junger Palästinenser in den besetzten Gebieten und rief die muslimischen Länder dazu auf, „sich zu vereinen und eine koordinierte Haltung zur Unterstützung der palästinensischen Nation und ihres legitimen Widerstands gegen die unmenschlichen und terroristischen Maßnahmen des zionistischen Apartheid-Regimes einzunehmen“.

Die blutigen Zusammenstöße am Mittwoch brachen aus, nachdem israelische Streitkräfte Nablus mit Dutzenden von gepanzerten Fahrzeugen gestürmt und alle Zugänge zur Stadt blockiert hatten. Dann umzingelten sie ein Haus mit zwei palästinensischen Kämpfern, Hossam Isleem und Mohammad Abdulghan, die beide durch israelisches Feuer getötet wurden.

Die Widerstandsgruppe „Höhle der Löwen“ gab später bekannt, dass sie zusammen mit der kürzlich angekündigten Gruppe der „Balata-Brigaden“ sich gegen die israelischen Streitkräften gestellt hat, während Dutzende junger Palästinenser die gepanzerten Fahrzeuge mit Steinen bewarfen.

Al-Jazeera zitierte Zeugen, die sagten, dass die israelischen Streitkräfte wahllos auf die Menschen in der Stadt geschossen hätten. Zeugen zufolge schossen die Besatzungstruppen auf die Nachbarn, Menschen in ihren Häusern und Menschen, die ihrem täglichen Leben nachgingen.

Unterdessen sagte Ahmed Jibril, Direktor der Ambulanz- und Rettungsdienste der Palästinensischen Rothalbmondgesellschaft in Nablus, dass die israelischen Streitkräfte das medizinische Personal daran hinderten, das belagerte Gebiet zu erreichen, in dem bewaffnete Zusammenstöße stattfanden.

Der Angriff wurde auch von palästinensischen Widerstandsgruppen scharf kritisiert, die Vergeltung schworen.

Das jüngste Gemetzel bringt die Zahl der Palästinenser, die seit Anfang 2023 von israelischen Streitkräften in den besetzten Gebieten getötet wurden, auf 61 Menschen, darunter 13 Kinder.

Der tödliche Angriff erfolgt weniger als einen Monat, nachdem israelische Streitkräfte die Stadt Dschenin und das benachbarte Flüchtlingslager im Norden des besetzten Westjordanlandes überfallen und zehn Palästinenser bei einem der tödlichsten Überfälle seit Jahren getötet haben.