Kanada sanktioniert Revolutionsgarden
Ottawa - Kanada hat zusätzliche Sanktionen gegen Iran verhängt, die sich gegen die Revolutionsgarden (IRGC) und die Strafverfolgungsbehörden wegen angeblich systematischer Menschenrechtsverletzungen richten.
Laut einer Erklärung der kanadischen Regierung betreffen die neuen Sanktionen 12 iranische Einzelpersonen.
Ottawa hat die sanktionierten Personen der Unterdrückung von Demonstrationen in kurdischen Gebieten in Westiran nach dem Tod einer jungen Iranerin im September letzten Jahres beschuldigt.
Betroffen sind von den Sanktionen der Gouverneur der Provinz Kurdistan und der Kommandant der Volksmobilisierungseinheiten Basidsch in Sanandadsch, der Hauptstadt dieser Provinz.
Die Sanktionen verbieten den Handel mit den aufgeführten Personen und frieren effektiv alle Vermögenswerte ein, die sie möglicherweise in Kanada haben. Die sanktionierten Personen dürfen auch nach dem Einwanderungs- und Flüchtlingsschutzgesetz nicht nach Kanada reisen.
Kanada hatte zuvor Sanktionen gegen iranische Regierungverantwortliche und Einrichtungen verhängt, aber Experten haben in Frage gestellt, wie effektiv sie sind.
Nach dem Tod der 22-jährigen Iranerin Mahsa Amini kam es Mitte September in Iran zu vom Ausland unterstützten Unruhen.
Das iranische Informationsministerium erklärte, mehrere Länder, darunter die Vereinigten Staaten und Großbritannien, hätten ihre Spionage- und Propagandaapparate eingesetzt, um gewalttätige Unruhen im Land zu provozieren.