Russland: Westen hat keinen politischen Willen für Wiederbelebung des JCPOA
Wien (ParsToday) - Der russische Vertreter bei den Atomverhandlungen um den JCPOA betonte, dass den westlichen Parteien, im Gegensatz zu Iran, der politische Wille fehle, den JCPOA wiederzubeleben.
Der Westen habe nicht den politischen Willen, über die Wiederbelebung des JCPOA zu verhandeln, sagte Mikhail Ulyanov, der ständige Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien, und fügte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur TASS hinzu: "Iran, Russland und China haben den politischen Willen, über die Wiederbelebung des JCPOA (Joint Comprehensive Plan of Action) zu verhandeln, während dem Westen dieser Wille fehlt."
Er fügte hinzu: "Das Einzige, was zum jetzigen Zeitpunkt für eine Wiederbelebung des Nuklearabkommens erforderlich ist, ist, dass alle Teilnehmer der Wiener Verhandlungen in die österreichische Hauptstadt zurückkehren und den Verhandlungsprozess schnell zu einem erfolgreichen Abschluss bringen."
Ulyanov antwortete auf die Erklärung des iranischen Außenministers Hossein Amir-Abdollahian, dass sein irakischer Amtskollege Fuad Hussein Nachrichten von Vertretern der US-Regierung erhalten habe, wonach Washington daran interessiert sei, die Differenzen mit Teheran zu lösen, die die Wiederbelebung des Atomabkommens verhinderten. Er sagte weiter, dass es keinen Grund gebe, an den Worten des hochrangigen iranischen Diplomaten zu zweifeln.
Der Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien fügte hinzu: "Gleichzeitig sehen wir keine Vorbereitung seitens der USA und der europäischen Troika (England, Deutschland, Frankreich) für eine Wiederaufnahme der Wiener Verhandlungen über den JCPOA."
In einem anderen Teil seiner Äußerungen sagte Ulyanov: "Die Beschuldigung Irans angeblich Uran mit einem Reinheitsgrad von 84 Prozent anzureichern, kann als beendet betrachtet werden, da die tatsächliche Anreicherung 60 Prozent nicht überschritten hat."
Der russische Diplomat betonte, dass der Anreicherungsgrad des iranischen Urans 60 Prozent nicht übersteige. Genau das hätte die eingehende Untersuchung der IAEA ergeben.