Irans Sicherheitschef führte mit Putin ausführliche Gespräche über Entdollarisierung
Laut einem Bericht von Al-Araby Al-Jadeed hatten Irans oberster Sicherheitsbeamter Ali Shamkhani und der russische Präsident Wladimir Putin während Shamkhanis Besuch in Moskau Anfang dieses Jahres ausführliche Gespräche über die Entdollarisierung des Handels zwischen den beiden von Sanktionen betroffenen Ländern, berichtete der arabische Dienst der in London ansässigen Website The New Arab.
Die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete über den Bericht, nachdem er am späten Mittwoch veröffentlicht worden war, und sagte, dass sich das stundenlange, vertrauliche Treffen zwischen Shamkhani und Putin Anfang Februar hauptsächlich auf Initiativen konzentriert habe, um die Auswirkungen westlicher Sanktionen gegen Iran und Russland auszugleichen, u.a. durch Bemühungen, den US-Dollar aus dem bilateralen Handel auszuklammern.
Die beiden hätten vereinbart, dass Iran und Russland den Anteil anderer wichtiger Währungen, einschließlich des chinesischen Yuan, des emiratischen Dirham und der indischen Rupie, in ihren Devisenreserven erhöhen könnten.
In dem Bericht hieß es, das Abkommen sei eine Grundlage für Shamkhanis folgende Konsultationen in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Irak, um den Zugang Irans zum internationalen Handel zu verbessern.
Shamakhani war nach Moskau gereist, um an einem Regionalgipfel zu Afghanistan teilzunehmen. Der ehemalige Marinekommandeur, der den Obersten Nationalen Sicherheitsrat Irans leitet, erzielte dann Anfang März in Peking mit seinem saudischen Amtskollegen Musaad bin Mohammed Al-Aiban eine Einigung über die Wiederbelebung der diplomatischen Beziehungen zwischen Iran und Saudi-Arabien.
Shamkhani reiste letzten Monat auch nach Abu Dhabi und Bagdad, um Besuche zu machen, von denen viele sagten, dass sie darauf abzielten, die wirtschaftlichen Beziehungen Irans zu seinen beiden arabischen Nachbarn zu stärken.