Irans Ölminister besucht Venezuela, um Energiebeziehungen zu stärken
Der iranische Ölminister Dschavad Oudschi ist nach Venezuela gereist, um nach Angaben des Außenministeriums des lateinamerikanischen Landes Möglichkeiten zur „Stärkung der Energiebeziehungen“ zwischen den beiden befreundeten Nationen zu erörtern.
In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung sagte das Ministerium, Oudschi werde venezolanische Amtsträger treffen und die Einrichtungen des staatlichen Energieunternehmens PDVSA besuchen.
„Die Delegation wird bis zum 14. April in Caracas sein und einen intensiven Arbeitsplan einhalten, der Treffen und Besuche in PDVSA-Einrichtungen sowie Treffen mit Regierungsbehörden umfasst“, heißt es in der Erklärung.
Oudschi hat sich bereits mit seinem venezolanischen Amtskollegen Pedro Rafael Tellechea getroffen, der auch PDVSA leitet, teilte eine Quelle der Firma Reuters mit und fügte hinzu, dass der iranische Ölminister plane, die Raffinerie El Palito zu besuchen.
Iran und Venezuela, die beide illegalen US-Sanktionen unterliegen, unterzeichneten im vergangenen Juni während eines Staatsbesuchs von Präsident Nicolas Maduro in Teheran ein 20-jähriges Kooperationsabkommen. Das Dokument behandelte neben anderen Bereichen der Zusammenarbeit den Energiesektor.
Venezuela, das über die größten Rohölreserven der Welt verfügt, hatte in den letzten Jahren aufgrund von Raffinerieausfällen infolge von US-Verboten und politischen Unruhen, die auch ihre Wurzeln in Washington haben, Probleme, genügend Benzin und Diesel zu produzieren.
Teheran hat seine Beziehungen zu Caracas gestärkt und liefert Rohöl und Kondensat sowie Teile und Rohstoffe für Venezuelas alterndes Raffinerienetzwerk.
Es hat auch ein Projekt zur Modernisierung des größten Raffineriekomplexes in Venezuela beaufsichtigt.