Irans Informationsministerium: Keine Spur von Giftstoffen in Schulen gefunden
Teheran (ParsToday/Press TV) - Das iranische Informationsministerium ist zu dem Schluss gekommen, dass keine giftigen Substanzen bei mutmaßlichen Vergiftungsanschlägen im ganzen Land eingesetzt worden seien.
In einer am Freitag veröffentlichten Erklärung legte das Informationsministerium die endgültigen Ergebnisse einer Untersuchung der jüngsten Vorfälle dar, die Ende November in der Stadt Qom begannen, wo etwa 50 Studentinnen erkrankten.
An mehreren anderen Schulen in Qom, Teheran und Kermanshah im Westen sowie in Ardabil im Nordwesten sind seitdem immer wieder ähnliche mutmaßliche Vergiftungen vorgekommen, in deren Folge zahlreiche Studentinnen ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten.
Das Ministerium räumte ein, dass sich die Vorfälle inmitten gewalttätiger Ausschreitungen nach dem Tod des 22-jährigen Mahsa Amini in Teheran Mitte September in Polizeigewahrsam ereigneten.
In der Erklärung wurde betont, dass der iranische Präsident, das Innenministerium und das Gesundheitsministerium sofort Maßnahmen zur Untersuchung der Vorfälle erlassen hätten.
Das Informationsministerium habe alle seine Sicherheits-, technischen, operativen und Laborkapazitäten mobilisiert, um die Ursachen und Faktoren aufzudecken, hieß es in der Erklärung.
Das Ministerium erklärte, fünf Faktoren seien an der Entstehung oder Herbeiführung von Gebrechen in verschiedenen Schulen im ganzen Land beteiligt gewesen, darunter Stinkbomben, Pfeffersprays, panikauslösende Geruchsstoffe, Anti-Sicherheitsziele und Massenhysterie-Agenten.
Das Ministerium wies dann auf seine Laborergebnisse hin und erklärte, dass „Simulationen“ zu den nachgewiesenen Ursachen der Vorfälle gehörten, mit dem Ziel, den Unterricht und die Prüfungen zu überspringen und in einigen Fällen Unruhen zu verursachen.
„Giftige Substanzen wurden in keiner der Schulen des Landes verteilt, aber ungiftige Mittel, die Panik ausgelöst haben, wurden versehentlich oder absichtlich in einigen gemeldeten Schulen verwendet“, hieß es in der Erklärung.
Mehrere Personen wurden laut dieser Erklärung in diesem Zusammenhang identifiziert, vorgeladen oder festgenommen.
Eine beträchtliche Anzahl der Cyber-Netzwerke wurde oder werde verfolgt und identifiziert wurde und alle ihre Mitglieder strafrechtlich verfolgt, erklärte das Ministerium weiter.
An anderer Stelle hob das Geheimdienstministerium die „völlig offensichtliche und unbestreitbare“ Rolle der Feinde beim Anheizen der Vorfälle hervor. Es hieß, Einzelpersonen, Zentren, Gruppen und die westlichen Medien hätten sich in den vergangenen Monaten stark auf das Thema konzentriert.