65 iranischen Staatsbürger aus Khartum evakuiert
Khartum/Jeddah (ParsToday/IranPress) – Laut dem Außenministerium der Islamischen Republik Iran sind 65 iranische Staatsbürger aus dem umkämpften Khartum ausgeflogen und in der saudischen Stadt Dschidda ankommen. Es seien notwendige Vorkehrungen für die Überstellung der Iraner aus Dschidda in den Iran getroffen worden.
Nasser Kanani, der Sprecher des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran, sagte am Samstag über den Verlauf der Ausreise und Überstellung iranischer Staatsangehöriger aus dem Sudan.
Seit Beginn der Unruhen im Sudan habe das Außenministerium ernsthaft die Frage der Evakuierung von 65 in diesem Land lebenden iranischen Staatsangehörigen sowie ihre Weiterfahrt nach Dschidda auf die Tagesordnung gesetzt.
Zuvor hatte die Abteilung für die Öffentlichkeitsarbeit im iranischen Außenministerium bekanntgegeben, dass bereits nach dem Ausbruch der gewaltsamen Auseinandersetzungen die Koordinierung für die Ausreise iranischer Staatsangehöriger aus dem Sudan begonnen habe.
Nach Ausbruch der Kämpfe zwischen rivalisierenden Kräften in Sudan hat der Sprecher des Außenministeriums der Islamischen Republik Iran seine tiefe Besorgnis darüber geäußert und die Hoffnung zum Ausdruck gebracht hat, dass die rivalisierenden Kräfte ihre internen Streitigkeiten mit Zurückhaltung beenden und zum Dialog greifen und die aktuelle besorgniserregende Situation mit Dialog und Frieden überwinden.
Im Sudan kämpfen Armeeeinheiten seit dem 15. April um die Macht. Mehr als 520 Menschen wurden seit dem getötet und mehr als 4.500 verletzt.
Hintergrund der Gefechte ist ein seit längerem schwelender Konflikt zwischen zwei großen Machtapparaten des Landes: die Armee gegen die paramilitärischen sogenannten Rapid Support Forces, kurz RSF.
Der Grund für die Gewalt ist ein Machtkampf zweier Männer: auf der einen Seite der momentane Herrscher des Sudan und Oberbefehlshaber der Armee, General Abdel Fattah al-Burhan, auf der anderen Seite sein momentaner Stellvertreter, Milizenführer General Mohamed Hamdan Daglo, bekannt als Hemeti.