Entspannung zwischen Teheran und Riad: Iranischer Finanzminister trifft in Saudi-Arabien ein
Dschiddah - Der iranische Finanzminister Ehsan Khandouzi ist in Saudi-Arabien eingetroffen und ist damit der erste iranische Amtsträger, der das arabische Königreich nach einem von China vermittelten Versöhnungsabkommen zwischen Teheran und Riad besucht.
Khandouzi kam am Donnerstag am Flughafen der südlichen Stadt Dschiddah in Saudi-Arabien an und wurde von saudischen Funktionsträgern, Managern der Islamischen Entwicklungsbank und Mitgliedern des iranischen Generalkonsulats in der Stadt empfangen.
Der iranische Finanzminister, der eine hochrangige Wirtschaftsdelegation leitet, wird voraussichtlich an bilateralen Treffen mit saudischen Amsträgern teilnehmen und Reden bei Treffen der Islamischen Entwicklungsbank halten, einer multilateralen Entwicklungsfinanzierungsinstitution mit Sitz in Dschiddah, die sich auf islamische Finanzen für Entwicklung der Infrastruktur konzentriert.
Khandouzi sagte letzten Monat, dass Teheran im ersten Schritt zur Wiederaufnahme der Wirtschaftsbeziehungen beabsichtige, seinen jährlichen Handel mit Riad auf 1 Milliarde US-Dollar zu steigern.
Er sagte, das Ziel sei von der Handelsförderungsorganisation Irans auf der Grundlage der Kapazitäten beider Länder festgelegt worden.
Am 10. März einigten sich Iran und Saudi-Arabien darauf, die diplomatischen Beziehungen sieben Jahre nach dem Abbruch der Beziehungen wiederherzustellen. Der Vereinbarung zufolge verpflichteten sich beide Seiten, die Botschaften in Teheran und Riad bis Mai wieder zu eröffnen.
Das von China vermittelte wegweisende Abkommen umfasste auch die Umsetzung eines 2001 unterzeichneten Sicherheitskooperationsabkommens und eines 1998 geschlossenen Pakts zur Förderung der bilateralen Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, Investitionen, Technologie und Kultur.
Am 6. April trafen sich die Außenminister beider Länder in Peking und gaben eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie ihre Bereitschaft zum Ausdruck brachten, alle Hindernisse für den Ausbau der bilateralen Beziehungen zu beseitigen.