Wasserstreit Iran-Afghanistan
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Kabul (ParsToday/Press TV) - Die herrschende Taliban-Regierung in Afghanistan hat ihr Engagement für eine weitere Zusammenarbeit mit Teheran in verschiedenen Bereichen zum Ausdruck gebracht, inmitten eines Streits über die Verletzung der Wasserrechte Irans am Hirmand-Fluss durch Kabul.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
May 22, 2023 10:10 Europe/Berlin
  • Wasserstreit Iran-Afghanistan

Kabul (ParsToday/Press TV) - Die herrschende Taliban-Regierung in Afghanistan hat ihr Engagement für eine weitere Zusammenarbeit mit Teheran in verschiedenen Bereichen zum Ausdruck gebracht, inmitten eines Streits über die Verletzung der Wasserrechte Irans am Hirmand-Fluss durch Kabul.

Das afghanische Verteidigungsministerium gab am Samstag nach einem Treffen zwischen afghanischen Regierungsverantwortlichen und einer iranischen Militärdelegation unter der Leitung des stellvertretenden Stabschefs der Streitkräfte Brigadegeneral Bahram Hosseini Motlagh, in Kabul eine Erklärung ab.

Der afghanische Vize-Stabschef Mali Khan Sadiq begrüßte die iranische Delegation und wies auf die gute Zusammenarbeit und die guten Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern hin, hieß es in der Erklärung.

Sadiq sagte, die afghanische Regierung habe stets gute Beziehungen zur Islamischen Republik Iran angestrebt.

Während des Treffens sprachen beide Seiten auch Grenzfragen an, und betonten die Verbesserung der bilateralen Zusammenarbeit und die Lösung von Problemen durch einen Dialog der zuständigen Behörden, hieß es in der Erklärung weiter.

Das Treffen fand vor dem Hintergrund eines Streits über die Verletzung der iranischen Wasserrechte durch Afghanistan am Hirmand-Fluss (auch Helmand genannt) statt.

Nach mehr als einem Jahrhundert Streit um die Wasserrechte Irans am Hirmand-Fluss unterzeichneten Iran und Afghanistan 1973 einen Vertrag, um die Nutzung des Flusses durch beide Länder zu regeln.

Iran sollte im Rahmen des Abkommens einen jährlichen Anteil von 820 Millionen Kubikmetern des Flusswassers erhalten, jedoch hat Afghanistan dieses Abkommen in Wort und Geist grob verletzt und das Leben vieler Iraner gefährdet, die auf die Hamoun-Feuchtgebiete für Trinkwasser, Landwirtschaft und Fischerei angewiesen sind.

Afghanistan hat außerdem Dämme am Hirmand gebaut, die den Wasserabfluss nach Iran eingeschränkt haben.