Iran, Saudi-Arabien, VAE und Oman stellen gemeinsame Seestreitkräfte auf
Doha (Press TV/ParsToday) - Iran, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und Oman wollen laut der katarischen Website Al-Jadid unter der chinesischen Schirmherrschaft gemeinsame Seestreitkräfte aufstellen, um die maritime Sicherheit im Persischen Golf zu verbessern.
Al-Jadid veröffentlichte den Bericht am Freitag und erklärte, China habe bereits mit der Vermittlung von Verhandlungen zwischen Teheran, Riad und Abu Dhabi begonnen, die darauf abzielen, die Sicherheit der Seeschifffahrt in strategisch-wichtigen Gewässern zu stärken.
Bereits im März vermittelte Peking erfolgreich Gespräche zwischen Teheran und Riad, die dazu führten, dass die Anrainerstaaten des Persischen Golfs ein Abkommen unterzeichneten, das die Wiederaufnahme ihrer diplomatischen Beziehungen ermöglichte.
Beobachtern zufolge ist die Zustimmung der Anrainerstaaten des Persischen Golfes zur chinesischen Vermittlung in solch sensiblen Angelegenheiten ein Hinweis auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Region beim gleichzeitig schwindenden Einfluss Washingtons.
Seit dem Sieg der Islamischen Revolution in Iran im Jahr 1979 hat sich die Islamische Republik stets gegen ausländische Einmischung und Präsenz in der Region eingesetzt und betont, dass die regionalen Probleme von den regionalen Akteuren selbst gelöst werden müssen.
Am Freitag letzter Woche lehnte der Kommandeur der Marine der Revolutionsgarden (IRGC/Sepah) die Präsenz des US-Militärs im Persischen Golf unter dem Vorwand der Sicherung der Seeregion kategorisch ab.
Konteradmiral Alireza Tangsiri sagte, nur Iran und andere Länder der Region würden die Sicherheit des Persischen Golfs gewährleisten und es bestehe keine Notwendigkeit für die Präsenz der USA und anderer Länder in der Wasserstraße.
Die VAE haben unterdessen den Rückzug aus einer US-geführten Seestreitmacht angekündigt.
Am Mittwoch hieß es auf der Website des emiratischen Außenministeriums, Abu Dhabi habe sich aus den „Joint Maritime Forces“ zurückgezogen, die im Roten Meer und im Persischen Golf operieren.