Amir-Abdollahian: Irans Präsenz in SOZ und BRICS beweist Scheitern der Isolationspolitik
Teheran (ParsToday/PressTV) - Der iranische Außenminister hat betont, die aktive Präsenz der Islamischen Republik in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) und der BRICS-Staaten beweise, dass die Politik der Isolierung Irans gescheitert sei.
Dies Äußerungen machte Hossein Amir-Abdollahian in einem Exklusivinterview mit dem Nachrichtensender Press TV nach Treffen mit seinen Amtskollegen aus Brasilien, Indien, Russland, Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Südafrika, den Komoren und Gabun am Rande seines zweitägigen Besuchs in Kapstadt in Südafrika.
„Irans aktive Präsenz in der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit, in der Eurasischen Wirtschaftsunion und kürzlich in den BRICS-Staaten zeigt, dass die globale Politik der Isolierung Irans gescheitert ist“, so Amir-Abdollahian. „Länder und Bündnisse handeln aus eigenen Interessen. Unsere klare Botschaft ist, dass die Islamische Republik Iran nicht isoliert und ins Abseits gedrängt wird“.
Der iranische Spitzendiplomat unterstrich den geopolitischen und geostrategischen Status Teherans und sagte, die Islamische Republik stehe unerbittlich gegen den Unilateralismus.
„Wir lehnen den Unilateralismus entschieden ab und nutzen gleichzeitig die bestehenden Möglichkeiten im Rahmen des Multilateralismus“, sagte Amir-Abdollahian. „Darüber hinaus hat Iran geopolitisch, geoökonomisch und geostrategisch einen herausragenden Platz in der Region“, sagte er.
In seinem Interview betonte Amir-Abdollahian, die BRICS-Staaten konzentrierten sich auf die Stärkung des Multilateralismus. Er sagte, dass die fünf Länder, die die wichtigsten BRICS-Mitgliedsstaaten sind, über drei Milliarden der Weltbevölkerung ausmachen und praktisch ein Viertel der Erdoberfläche bedecken.
„Das zeigt, wie einflussreich die BRICS-Staaten sind, wenn es um den Fokus auf den Multilateralismus geht, und deshalb misst die Islamische Republik Iran dem BRICS eine besondere Bedeutung bei“.
Amir-Abdollahian erklärte weiter, die Regierung von Präsident Ebrahim Raisi versuche seit ihrem Amtsantritt, das Potenzial der regionalen, wirtschaftlichen, politischen und sicherheitspolitischen Allianzen zu nutzen, die die nationalen Interessen Irans im Rahmen des Multilateralismus weiter sichern könnten.
„Wir haben letztes Jahr begonnen, die Mitgliedschaft Irans in den BRICS weiterzuverfolgen. „Die fünf wichtigsten Mitgliedsstaaten der BRICS, nämlich Russland, China, Brasilien, Indien und Südafrika, haben den grundlegenden Vorschlag Irans akzeptiert, dass neue Mitglieder dem BRICS beitreten“, sagte er.
„Es ist geplant, dass wir die von den BRICS-Mitgliedern vorgelegten Vorschriften und Protokolle erhalten und dementsprechend in diesem Rahmen die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. Aber basierend auf den Gesprächen, die ich mit den Außenministern der wichtigsten Mitgliedsstaaten geführt habe, haben sie Iran ernsthafte Priorität als potenzielles neues Mitglied eingeräumt.“
Amir-Abdollahian lobte auch die potenzielle Mitgliedschaft Irans in den BRICS und sagte: „Wir werden in der Lage sein, die Möglichkeiten der BRICS zu nutzen, um den Multilateralismus zu verstärken, den Handel mit den Mitgliedsstaaten auszubauen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu steigern“.
Dem iranischen Spitzendiplomaten zufolge, habe er sich zudem am Rande des BRICS-Gipfels in Kapstadt mit seinem saudischen Amtskollegen, Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, getroffen. Amir-Abdollahian sagte, die Rückkehr der Beziehungen zwischen Teheran und Riad zu einem normalen Zustand seien für die Region von Vorteil.
„Wir haben mit dem saudischen Außenminister Faisal bin Farhan vereinbart, dass die Botschaften und Konsulate der beiden Länder nächste Woche in Riad, Teheran, Dschidda und Maschhad wiedereröffnet werden“, gab Amir-Abdollahian bekannt.
„Auch unser Repräsentanzbüro bei der OIC – der Organisation für Islamische Zusammenarbeit – wird in Dschiddah wiedereröffnet“, so der iranische Außenminister weiter.
Er wies ferner auf die Hadsch-Pilgerfahrt hin und sagte: „Unsere Pilger reisen seit dem 24. Mai nach Saudi-Arabien. Für uns ist es wichtig, dass unsere diplomatischen und konsularischen Vertretungen eingerichtet sind und ihre Aktivitäten durchführen, um die Angelegenheiten im Zusammenhang mit der Pilgerfahrt zu erleichtern“.