Grossi: Iran und IAEA machen Fortschritte bei Umsetzung gemeinsamer Erklärung
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Wien (ParsToday/PressTV) - Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat mitgeteilt, es seien Fortschritte bei der Umsetzung einer gemeinsamen Erklärung mit Iran erzielt worden, die darauf abziele, die Lösung offener Sicherheitsfragen zu beschleunigen.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jun 06, 2023 10:18 Europe/Berlin
  • Grossi: Iran und IAEA machen Fortschritte bei Umsetzung gemeinsamer Erklärung

Wien (ParsToday/PressTV) - Der Generaldirektor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) hat mitgeteilt, es seien Fortschritte bei der Umsetzung einer gemeinsamen Erklärung mit Iran erzielt worden, die darauf abziele, die Lösung offener Sicherheitsfragen zu beschleunigen.

Rafael Grossi sagte in seiner Rede vor dem Gouverneursrat am Montag in Wien, ein „nachhaltiger und ununterbrochener Prozess“ sei trotz der Fortschritte weiterhin erforderlich.

Er stellte seinen neuesten Bericht über die Verifizierung und Überwachung in der Islamischen Republik Iran im Rahmen der Resolution 2231 des UN-Sicherheitsrates vor.

„In diesem Bericht werden Sie sehen, dass der Prozess der Umsetzung der gemeinsamen Erklärung begonnen hat und einige Fortschritte erzielt wurden, aber nicht so viele, wie ich gehofft hatte“, sagte er.

Am Ende von Grossis zweitägigem Besuch in Teheran im März gaben Iran und die IAEA eine gemeinsame Erklärung ab. Beide Seiten waren sich einig, dass die bilateralen Interaktionen im Geiste der Zusammenarbeit und in voller Übereinstimmung mit den IAEA-Zuständigkeiten und den Rechten und Pflichten Irans auf der Grundlage des umfassenden Sicherungsabkommens erfolgen werden.

In seiner Rede erklärte der IAEA-Generaldirektor, dass die Vorräte Irans an angereichertem Uran sich innerhalb von drei Monaten um mehr als ein Viertel erhöht hätten.

„Dazu gehören [Irans] Vorräte an bis zu 20% U-235 angereichertem Uran, die sich einer halben Tonne nähern, und seine Vorräte an hochangereichertem Uran – angereichert bis zu 60% U-235 –, die weit über 100 kg betragen“ , fügte Grossi hinzu.

Bereits im Dezember sagte der Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation Behrouz Kamalvandi, dass die Urananreicherung des Landes, im Einklang mit einem parlamentarischen Gesetz vom Dezember 2020, das die Entwicklung des iranischen Atomprogramms beschleunigen soll, offiziell den Reinheitsgrad von 60 Prozent erreicht habe.

Iran hat auch im Februar einen Bericht westlicher Medien dementiert, in dem behauptet wird, dass Iran Uran auf einen Reinheitsgrad von über 60 Prozent angereichert hat.

Die US-Nachrichtenagentur Bloomberg behauptete in einem Bericht, „die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) versucht zu klären, wie das Land Uran angereichert hat, das auf eine Reinheit von 84 Prozent kam“. Der Bericht fügte hinzu, dass die IAEA-Inspektoren hochangereicherte Uranpartikel "innerhalb des Netzwerks von Rohren gefunden hätten, die Zentrifugen verbinden, die zur Trennung von Uranisotopen verwendet werden".

Im Gespräch mit der iranischen Nachrichtenagentur IRNA sagte der Sprecher der iranischen Atomenergieorganisation Behrouz Kamalvandi, Bloombergs Bericht ziele darauf ab, die Realitäten zu verzerren.

Er fügte hinzu, dass die bloße Existenz einzelner Uranpartikel während des Anreicherungsprozesses, die auf über 60 Prozent Reinheit angereichert seien, nicht bedeute, dass Uran auf einen Reinheitsgrad von über 60 Prozent angereichert werde.

An anderer Stelle in seinen Ausführungen sagte Grossi, die IAEA habe Anfang Mai Überwachungskameras in Werkstätten an einem Standort installiert, an dem Rohre und Bälge für Zentrifugenrotoren hergestellt werden.

Er erklärte die IAEA habe zum ersten Mal ein Anreicherungsüberwachungsgerät in den Atomanlagen in Fordo und Natanz installiert, um den Pegel des produzierten hochangereicherten Urans überwachen zu können.

Grossi sagte, dass ein nachhaltiger Prozess erforderlich sei, um „alle in der gemeinsamen Erklärung enthaltenen Verpflichtungen“ ohne „weitere Verzögerungen“ zu erfüllen.