Freigelassener dänischer Gefangener sagt, er werde in Iran „wie ein Gast“ behandelt
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Kopenhagen - Ein dänischer Staatsbürger, der kürzlich im Rahmen eines Gefangenenaustauschs von Iran freigelassen wurde, sagt, er sei während seiner gesamten Haftzeit in Iran gut behandelt worden.
(last modified 2025-01-01T12:50:18+00:00 )
Jun 06, 2023 10:33 Europe/Berlin
  • Freigelassener dänischer Gefangener sagt, er werde in Iran „wie ein Gast“ behandelt

Kopenhagen - Ein dänischer Staatsbürger, der kürzlich im Rahmen eines Gefangenenaustauschs von Iran freigelassen wurde, sagt, er sei während seiner gesamten Haftzeit in Iran gut behandelt worden.

Auf einer Pressekonferenz nach seiner Ankunft am Flughafen Kopenhagen lobte Thomas Kjems die Gastfreundschaft, die ihm in Iran entgegengebracht wurde.

„In Iran wurde ich wie ein Gast behandelt … Es gab keine körperliche Folter oder irgendetwas anderes“, sagte er.

Kjems wurde aus humanitären Gründen zusammen mit Kamran Ghaderi und Massud Mossaheb freigelassen, die wegen Spionage bzw. Sicherheitsvorwürfen verurteilt worden waren.

Die drei Männer wurden im Austausch gegen den iranischen Diplomaten Asadollah Assadi im Rahmen eines Gefangenenaustauschs freigelassen, bei dem Iran auch den belgischen Staatsbürger Olivier Vandecasteele freiließ.

Nach einem Zwischenstopp im Oman und ärztlichen Untersuchungen wurden sie zum Militärflughafen Melsbroek vor den Toren Brüssels geflogen.

Sowohl Oman als auch Belgien hatten bei der Vermittlung der Freilassung geholfen.

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen dankte Belgien und sagte, Oman habe „eine wichtige Rolle gespielt“.

Kjems war im November 2022 wegen gewalttätiger Unruhen in ganz Iran nach dem Tod der jungen Iranerin Mahsa Amini verhaftet worden.

Amini fiel auf einer Polizeistation in der Hauptstadt Teheran in Ohnmacht und wurde drei Tage später im Krankenhaus für tot erklärt. Ein offizieller Bericht der iranischen Organisation für Rechtsmedizin kam zu dem Schluss, dass Aminis Tod durch Krankheit und nicht durch angebliche Schläge auf den Kopf oder andere lebenswichtige Körperorgane verursacht wurde.

Nach Angaben der iranischen Informationsdienste haben mehrere Länder, darunter die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich, ihre Spionage- und Propagandaapparate eingesetzt, um die tödlichen Unruhen zu provozieren.