Ölminister: Iran will Gas-Zentrum im Nahen Osten werden
Teheran - Der Ölminister sagte, das Ministerium verfolge Pläne, Iran durch die Zusammenarbeit mit Katar, Russland und Turkmenistan zum Gasdrehkreuz Westasiens zu machen.
Am Rande einer Kabinettssitzung am Mittwoch in Teheran sagte Javad Oudschi, dass seine Abteilung angesichts der günstigen geografischen Lage des Landes und seiner 33 Billionen Kubikmeter förderbarem Gas Pläne gemacht habe, Iran hinsichtlich Gases zu einem Mittelpunkt in der Region zu machen.
„Durch die Zusammenarbeit mit Russland, Turkmenistan und Katar versuchen wir, einen Gas-Zentrum im Asaluyeh [Hafen] in der Region des Persischen Golfs zu errichten, wobei die Vorbereitungen in Planung sind“, fügte er hinzu.
„In Anbetracht der Tatsache, dass das Gasnetz und die Übertragungsleitungen Irans in der Region und auf der Welt einzigartig sind, sind angesichts des Umfangs der Gasreserven und der Infrastruktur des Landes die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Iran zu einem Gas-Zentrum wird.“
Darüber hinaus, so Oudschi, habe das Ölministerium einen Plan zur Erhöhung des Anteils Irans am Energiehandel mit Nachbarländern auf seine Tagesordnung gesetzt. Er sagte auch, dass die Regierung von Präsident Ebrahim Raisi unter anderem Energiediplomatie verfolge.
Iran verfügt derzeit über die zweitgrößten Gasreserven der Welt. Mit einer Produktion von etwa einer Milliarde Kubikmetern pro Tag ist das Land nach den USA und Russland auch der drittgrößte Erdgasproduzent der Welt.
Oudschi hob zudem die Politik des Ölministeriums hervor, die von Offshore-Raffinerien bereitgestellte Kapazität zu nutzen.
„Petrochemikalien können nicht sanktioniert werden, da sie auf der ganzen Welt benötigt werden. Eine der Hauptaufgaben des Ölministeriums besteht darin, die von Offshore-Raffinerien in verschiedenen Ländern bereitgestellten Kapazitäten zu nutzen. Glücklicherweise geschah dies zum ersten Mal in der lateinamerikanischen Region und in Venezuela, wo das iranische Öl in Raffinerien verarbeitet wird“, sagte er.