20 ausländische Geheimdienste spielten aktive Rolle bei Unruhen in Iran
Teheran (ParsToday/PressTV) - Der Leiter der Informationsdienstes der iranischen Revolutionsgarden (IRGC/Sepah) hat enthüllt, dass 20 ausländische Geheimdienste eine aktive Rolle bei den vom Westen unterstützten Unruhen in Iran im vergangenen Jahr gespielt haben.
Brigadegeneral Mohammad Kazemi gab diese Erklärung in einem Exklusivinterview ab, das am Montag auf der offiziellen Website des Revolutionsführers Ayatollah Ali Khamenei veröffentlicht wurde, in dem er die verschiedenen Aspekte der gewalttätigen Unruhen darlegte, die durch den Tod der 22-jährigen Mahsa Amini ausgelöst wurden.
„Nachdem die US-Regierung unter Joe Biden an die Macht kam, kamen die Amerikaner zu dem strategischen Schluss, dass sie in vielen ausländischen Fällen vor dem Scheitern standen, und der Grund dafür waren die Maßnahmen Irans und die Leitung seines Revolutionsführers. Diese Misserfolge hatten dazu geführt, dass der internationale Platz der USA in den Schatten gestellt wurde, und dafür muss Iran den Preis zahlen“, sagte Brigadegeneral Kazemi in dem Interview.
„Deshalb gingen sie dazu über, Trumps Version des maximalen Drucks gegen Iran neu zu schreiben … mit der Strategie, die Islamische Republik einzudämmen und einzuschränken“, fügte er hinzu.
Brigadegeneral Kazemi erklärte, US-Regierungsverantwortliche hätten sich drei Schritte ausgedacht, um die Unruhen fortzusetzen. Dazu gehörten die Schaffung einer emotionalen Atmosphäre nach Aminis Tod, die Umwandlung der Proteste in Unruhen und die Umwandlung der Unruhen in eine bewaffnete Konfrontation durch die Aktivierung bewaffneter Gruppen.
Er fügte hinzu, dass Untersuchungen des IRGC-Informationsdienstes die Rolle und Beteiligung der Geheimdienste von fast 20 Ländern an den Unruhen im letzten Jahr aufgedeckt hätten.
Er nannte mehr als ein Dutzend Länder, die in dieser Hinsicht aktiv waren, darunter die USA, Großbritannien, die Vereinigten Arabischen Emirate VAE, Saudi-Arabien, Frankreich, Deutschland, Kanada und Bahrain. Er wies darauf hin, dass auch das zionistische Regime daran beteiligt war.
Der Leiter des IRGC-Informationsdienstes legte zudem eine Liste einiger Aktivitäten ausländischer Geheimdienste während der Unruhen vor.
- Aktivitäten französischer Diplomaten in Teheran, um vor Ort Informationen über die Unruhen und den Zustand des iranischen Sicherheits- und Strafverfolgungsapparats zu sammeln und diese Informationen mit einem Geheimdienstoffizier der Botschaft eines europäischen Landes auszutauschen.
- Versuche des zionistischen Regimes, auf Initiative und Finanzierung durch die Vereinigten Staaten und anderer Länder einen Fonds zur Unterstützung von Randalierern und Demonstranten aufzubringen.
- Ein Treffen der Botschafter von 28 europäischen Ländern am Standort einer europäischen Botschaft, um die Möglichkeit der Schließung europäischer Botschaften zu diskutieren.
- Der Einsatz außereuropäischer Staatsangehöriger (Afghanen, Pakistaner, Iraker) und die Anwesenheit europäischer Staatsangehöriger zur Sammlung von Informationen über die Unruhen, die zur Festnahme von 40 Personen aus einem Nachbarland, eines französisch-irischen Staatsangehörigen in Khorasan Razavi und eines deutschen Staatsangehörigen in der Provinz Ardabil führten.
- Intensivierung der Aktivitäten und Rolle des US-Geheimdienstes (CIA) bei der Schaffung notwendiger Cyberspace-Plattformen zur Verbreitung von Nachrichten über die Unruhen.
- Eine Anfrage des CIA, ein gemeinsames Team mit dem zionistischen Mossad und dem britischen MI6 zu bilden, um das Projekt der Ermordung iranischer Wissenschaftler, insbesondere in den Bereichen Nuklear, Raumfahrt und Militär, wieder in Gang zu bringen.
- Gemeinsame regelmäßige Treffen der Verantwortungsträger der Geheimdienste der Vereinigten Arabischen Emirate und des zionistischen Regimes in einem arabischen Land zur Unterstützung der Unruhen in Iran.
Kazemi betonte in seinem Interview ferner, dass der Feind versucht habe, Misstrauen unter der iranischen Bevölkerung aus verschiedenen sozialen Schichten zu schüren.
Nach dem Tod der 22-jährigen Iranerin kurdischer Abstammung kam es Mitte September in Iran zu von Ausländern unterstützten Unruhen.