Amir-Abdollahian: Ausbau der Beziehungen zu den Nachbarn Irans oberste Priorität
Kuwait-Stadt - Der iranische Außenminister sagte, die derzeitige iranische Regierung lege besonderen Wert auf die Entwicklung der Beziehungen des Landes zu seinen Nachbarn.
Hossein Amir-Abdollahian äußerte sich am Mittwoch bei einem Treffen mit dem kuwaitischen Premierminister Ahmad Nawaf Al Ahmad Al Sabah in Kuwait-Stadt. Der Spitzendiplomat hält sich im Rahmen einer Regionalreise in der kuwaitischen Hauptstadt auf, die ihn als nächstes in die Vereinigten Arabischen Emirate führen wird.
Amir-Abdollahian sagte, die Regierung des iranischen Präsidenten Ebrahim Raisi halte den Ausbau der Beziehungen der Islamischen Republik zu ihren Nachbarn für eine wesentliche Priorität.
Iran würde diese Priorität ernsthaft in Angriff nehmen, da es der Ansicht sei, dass die Nachbarn des Landes, insbesondere die Anrainerstaaten des Persischen Golfs, über zahlreiche Gemeinsamkeiten und Kapazitäten zur Zusammenarbeit mit dem Land verfügten, fügte er hinzu.
Der Außenminister bezeichnete unterdessen die Intensivierung der Wirtschafts-, Handels- und Transitzusammenarbeit mit Kuwait neben den politischen und sicherheitspolitischen Konsultationen beider Seiten als ernsthafte Notwendigkeit.
Iran sehe bei der Entwicklung seiner Beziehungen zu Kuwait in den Bereichen gemeinsamen Interesses zwischen den Ländern keine Grenzen, sagte er und richtete die Einladung hochrangiger iranischer Amtsträger an ihre kuwaitischen Amtskollegen, damit diese die Islamische Republik besuchen.
Vorschlag zur Bildung einer Regionalversammlung
Iran, so Amir-Abdollahian, habe die Bildung einer regionalen Versammlung mit den Ländern vorgeschlagen, die im Norden und Süden an den Persischen Golf grenzen.
Nach seiner Bildung könnte eine solche Versammlung eine konstruktive Rolle bei der Förderung der Konvergenz und Zusammenarbeit zwischen den Ländern der Region spielen, sagte er und fügte hinzu, dass Kuwait angesichts der positiven Rolle, die es bisher in dieser Hinsicht gespielt habe, eine wichtige Rolle bei der Bildung eines solchen Gremiums spielen könnte.
Der kuwaitische Premierminister zeigte sich seinerseits erfreut über den Besuch des iranischen Außenministers in seinem Land und beschrieb die Beziehungen der beiden Länder als historisch und von guter Nachbarschaft geprägt.
Teheran und Kuwait-Stadt sollten sich um eine Stärkung der Beziehungen in allen bestehenden Bereichen bemühen, sagte Al Sabah.
Als Hauptgrund für die Tiefe und gutnachbarschaftliche Qualität der Beziehungen beider Länder sah er den Wohnsitz von rund 30.000 iranischen Staatsangehörigen in Kuwait.
Der kuwaitische Ministerpräsident bewunderte unterdessen die jüngste Annäherung zwischen Iran und Saudi-Arabien und sagte, die Entwicklung habe einen positiven Beitrag zu den regionalen Beziehungen geleistet. Er erklärte, sein Land begrüße die Initiativen Irans, die auf eine Stärkung der Beziehungen der Islamischen Republik zu arabischen Staaten abzielen.