Raisi: Iran unterstützt nationale Souveränität Russlands
Teheran/Moskau (ParsToday/PressTV) - Der iranische Präsident Ebrahim Raisi hat nach dem gescheiterten Aufstand der paramilitärischen Wagner-Gruppe die Unterstützung seines Landes für die nationale Souveränität Russlands zum Ausdruck gebracht.
Bei einem Telefongespräch mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Montag sagte Raisi, Iran glaube, dass die Präsenz außerregionaler Streitkräfte eine Bedrohung für alle Länder in der Region sei.
Die beiden Präsidenten tauschten sich auch über die Lage im Kaukasus aus. „Wir verfolgen die Entwicklungen in der Kaukasusregion aufmerksam und glauben, dass die Konflikte im Kaukasus unter Beteiligung der regionalen Länder gelöst werden sollten“, fügte der iranische Präsident hinzu.
Putin seinerseits informierte Raisi über den jüngsten bewaffneten Aufstand in seinem Land und sagte, Moskau habe bei der Bewältigung des Aufstands kraftvoll gehandelt.
Der russische Präsident wies zudem auf die negativen Folgen der Maßnahmen außerregionaler Kräfte im Hinblick auf die Entwicklungen im Kaukasus hin und sagte, das Problem müsse durch Zusammenarbeit und Koordination zwischen den regionalen Nachbarländern gelöst werden.
Beide Präsidenten erörterten auch die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen und drängten auf eine rasche Umsetzung der bereits unterzeichneten Abkommen zwischen den beiden Ländern.
Raisi und Putin sagten, die Zusammenarbeit zwischen Teheran und Moskau im Nord-Süd-Korridor könne als erfolgreiches Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen zwei Ländern dienen, was auch in anderen Sektoren ausgebaut werden könne.
Der Kreml bestätigte das Telefonat zwischen Raisi und Putin und teilte mit: „Der iranische Präsident hat dem russischen Präsidenten im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 24. Juni seine volle Unterstützung zum Ausdruck gebracht“.
Der Wagner-Chef Prigoschin hatte der russischen Militärspitze vorgeworfen, einen Raketenangriff auf die Feldlager der Gruppe in der Ukraine angeordnet zu haben – wo Russland eine Militäroperation anführt – und dabei „große Zahlen“ seiner paramilitärischen Kräfte getötet zu haben. Moskau wies seine Behauptung jedoch entschieden zurück.
Nach Verhandlungen mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zur Deeskalation der Lage befahl Prigoschin seinen Kämpfern am Samstag, von ihrem Marsch in Richtung Moskau abzuweichen, um Blutvergießen zu vermeiden.