In Teheran wird Prozess wegen Belästigung iranischen Passagierflugzeugs durch USA eröffnet
Teheran - In Teheran hat ein Prozess wegen der Belästigung eines iranischen Passagierflugzeugs im syrischen Luftraum durch die US-Armee begonnen, bei der im Jahr 2020 ein Mensch ums Leben kam.
Die Klage wurde von allen Passagieren des Mahan Air-Fluges 1152 eingereicht.
Richter Qazi Hosseinzadeh leitete am Montag die Anhörung zu dem Fall vor einem Gericht in der Hauptstadt Teheran. Die Kläger reichten Klage gegen die US-Armee und 13 weitere beteiligte Personen und Organisationen ein.
Nach der Anhörung gab das Gericht bekannt, dass das Urteil innerhalb der gesetzlichen Frist erlassen werde und beide Seiten über die Entscheidung informiert würden.
Im Juli 2020 führten zwei US-amerikanische F-15-Kampfflugzeuge ein gefährliches Manöver in der Nähe des Fluges 1152 der Mahan Air durch, der in Teheran gestartet war und nach Beirut flog.
Der Vorfall ereignete sich über der syrischen Region al-Tanf, wo die USA eine illegale Militärpräsenz unterhalten.
Der Pilot des Verkehrsflugzeugs war gezwungen, die Höhe schnell zu senken, um eine Kollision mit den amerikanischen Jets zu vermeiden.
Das plötzliche Ausweichen führte zum Tod eines Passagiers und zur Verletzung von 15 weiteren Personen, darunter auch Besatzungsmitglieder. Der Flug landete jedoch sicher in der libanesischen Hauptstadt und die Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die iranische Justiz hat den Vorfall als eindeutigen Verstoß gegen die Luftfahrtvorschriften und einen Verstoß gegen die Menschenrechte verurteilt.