Jun 01, 2016 10:54 CET

Es war nicht so, dass sich die Leute vorstellen, dass Imam Khomeini sein gesamtes Leben danach ausgerichtet hätte, eine islamische Revolution zu gestalten, oder die Welt zu verändern, was ihm durch die Revolution im Iran gelungen ist.

Rundfunk: Herr Dr. Özoguz, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen zu diesem Interview!

Özoguz: A Salam-aleikum aus Deutschland!

Rundfunk: Herr. Dr. Özoguz, in wenigen Tagen ist der Jahrestag des Dahinscheidens des Gründers der Islamischen Republik Iran, Imam Khomeini(Friede sei mit Ihm). Er war jener Führer, der der Islamischen Revolution zum Sieg verholfen hat. Bis zum Jahr 1978 hat es niemand für möglich gehalten, dass ein Regime, wie Pahlawi, beseitigt werden konnte. Jetzt ist es seit 37 Jahren soweit.

Zunächst möchte ich Sie darum bitten, uns etwas aus eigener Sicht über seine Person und seine Persönlichkeit zu erzählen!

Özoguz: Nun, meine Wenigkeit gehört zu jener Generation, die Imam Khomeini miterleben dürfte, wofür ich sehr dankbar bin. Ich denke, ein Aspekt aus meinem Leben ist die Lehre, die wir heute wieder intensivieren müssen. Es war nicht so, dass sich die Leute vorstellen, dass Imam Khomeini  sein gesamtes Leben danach ausgerichtet hätte,  eine islamische Revolution zu gestalten, oder die Welt zu verändern, was ihm durch die Revolution im Iran gelungen ist.  Es war auch nicht sein Ziel, den Schah zu entfernen oder etwas Ähnliche, als Hauptziel, sondern sein Ziel war die Annäherung an Gott, verbunden mit der Selbsterziehung. Er hat aufbauend auf diesem obersten Ziel der Annäherung an Gott dann drei untergeordnete Ziele formuliert, damals, die uns heute noch in den Ohren klingen: Das erste Ziel war, die Vertreibung des Diktators, der stellvertretend für alle Tyrannen-Regimes aller Zeiten stand. An der 2. Stelle stand dann die Gründung eines islamischen Staates, einer islamischen Republik im Iran. Auch das ist ihm gelungen. Wir sehen auch, wie erfolgreich er darin war, allein schon daran, dass die Schahs dieser Welt, Kapitalisten, Imperialisten, Zionisten, mit aller Macht versuchen, diesen Begriff „islamischer Staat“ zu präventiveren, durch ihre eigenen Terroristen und vieles andere mehr. Also, auch dieses 2. Ziel hat Imam Khomeini erreicht. Und dann hat er ein 3. Ziel formuliert, nämlich die Übergabe der Flagge an das rechtsmäßige Oberhaupt, was nicht anders bedeutet, als die Übergabe der Flagge an den 12. Imam, den erwarteten Erlöser. Dieses Ziel war ihm nicht beschieden.

Fortsetzung im Audio!

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Das Interview ist eine Aufzeichnung vom Mittwoch, dem 01. Juni 2016,

geführt vom Seyed-Hedayatollah Shahrokny