Jun 29, 2016 07:10 CET

„Wir sehen hier jetzt durch die britische Entscheidung, dass der britische Imperialismus auf das britische Kerngebiet zurückfällt.“

Ein Interview mit dem deutschen Staatssekretär a.D.

Pars Today: Herr Wimmer, ich darf Sie ganz herzlich begrüßen, zu diesem Interview!

Wimmer: Guten Tag Herr Shahrokny, guten Tag nach Teheran!

Pars Today: Herr Wimmer, das Votum der Briten für einen Austritt aus der Europäischen Union hat offenbar vieles verändert, womit man gar nicht gerechnet hat. Das erste, was man in diesem Zusammenhang nennen kann, ist, dass diese Entscheidung sogar innerhalb Großbritanniens sehr umstritten ist. Dann noch etwas mit dem Zeitpunkt der Antragsstellung. Der britische Premierminister will das seinem Nachfolger überlassen. Dazu würde ich gerne Ihre Einschätzung hören.

 

Wimmer: Ja, Herr Shahrokny, zunächst einmal zu der Frage, was spielt sich auf der britischen Insel selbe ab. Man kann das ja sehr nüchtern beobachten und auch beurteilen, in Schottland, in Nordirland und in  Li Brasta , das muss man auch dazu zählen. Wir sehen hier jetzt durch die britische Entscheidung, dass der britische Imperialismus auf das britische Kerngebiet zurückfällt.  Die Briten haben nicht nur im Verlauf der Jahrhunderte sich weite Teile der Erde unter die Nagel gerissen, bis hin nach Kanada und Neuseeland, sondern sie haben diese Entscheidung ja auf der britischen Insel gestartet. Dewegen ist es auch nicht verwunderlich, dass die Schotten, und auch die Nordirren endlich Abschied nehmen wollen, aus  der britischen Kolonialismusherrschaft, weil die europäische Perspektive, die Großbritannien in den letzten Jahrzehnten hatte, eigentlich den innerbritischen Zweck hatte, die Wirkung  des britischen Imperialismus und des britischen Kolonialismus so zu mildern, dass man damit leben konnte.  Das ist auch, was Schottland anbetraf  , und vor allen Dingen Nordirland, im Wesentlichen gelungen. Das muss man ja sagen. Nur dadurch, dass man dieses europäische Polster, dass es in GB selbe gab, entfernen will, fallen diese Gebiete, wie Nordirland, die Li Brasta und Schottland in diesen alten, hässlichen Zustand zurück, und die Menschen an Ort und Stelle wollen das nicht.

Es wird jetzt eine wesentliche Aufgabe  der Europäischen Union sein, denjenigen in GB, die auf die Europäische Union gesetzt haben, und bei Europa bleiben wollen, auch die junge Generation,  eine europäische Perspektive zu erhalten, soweit das möglich ist und soweit die anderen Grundsätze der Europäischen Union darunter leiden müssen.  Das wird also eine Frage der europäsischen Klugheit sein.

Was den zweiten Teil der Frage anbetrifft, nach dem „Hin und Her“, wann jetzt die britische Regierung die eingentliche Entscheidung trifft - das muss sie jetzt auch – muss das britische Parlament in die Entscheidungsfindung einbeziehen. Das wird die Frage danach sein, wer trägt Virum, um seine eigentlichen Ziele durch zu bekommen. Denn eins ist im Zusammenhang mit dieser Entscheidung in GB auch deutlich zu sehen. Wir haben diese Entscheidung über den „Brexit“ und das Referendum. Aber das ist ja im Zusammenhang mit GB eine offensichtlich orchstrierte Angelegenheit gewesen. Die eigentlichen Hintermänner dieser Entscheidung stehen ja bedingt in der Öffentlichkeit. Da wird in den deutschen Medien der Name „ Murdoch“ in diesem Zusammenhang immer wieder ausgesprochen, oder Soroush, der Spekulationsmilliardär, wenn man Spekulationen gegen das britische Pfund aus dem Jahr 1992 sieht.

Das sind Triebskräfte, die auf die britische Gesellschaft eingewirkt haben. Jetzt wird eine für ganz Europa spannande Frage sein, setzen sich diese Triebsfeder und Triebskräfte, die die Trennung GB von Europa bewirken wollten, gegenüber der britischen Regierung weiter so durch, dass auch die Frage danachm, wann kommt denn der Austrittsantrag, ein weiteres Intrument dafür ist, Europa auseinanderzutreiben,  Das sieht man ja mit aller Nüchternheit, was da jetzt bei dem europäischen Gipfeltreffen in Brüssel rum gekommen ist.

 

Pars Today: Gehen Sie, Herr Wimmer, davon aus, dass es in GB Spaltungen geben wird?

Fortsetzung im Autio!

Das Interview wurde geführt von: Seyed-Hedayatollah Shahrokny