Interview mit Christoph Hörstel
In und um Syrien entwickelt sich eine hoch interessante Situation, die so langsam die Gestalt eines Ultimatums der syrischen Verteidigungsallianz an die Mächte von Chaos und Zerstörung annimmt: Zum Wochenbeginn hatte Präsident Assad „mehrere Dutzend“ westliche Journalisten und Analysten zu einem lockeren Austausch empfangen.
Klare Botschaft: Die Regierung ist Herr der Lage - der Präsident bleibt ganz regulär im Amt bis 2021. Mit dem Westen soll es einen konstruktiven Dialog geben, auch mit konstruktiven oppositionellen Kräften - aber befehlen lassen will sich Damaskus nichts - und Terrormilizen werden kompromisslos bekämpft.
Gleichzeitig gibt es drei passende Entwicklungen: Russlands Außenminister Lawrow beklagt sich über ungenannte Mächte, die die Terrormilizen in Syrien unterstützen, während gleichzeitig ein russischer Zerstörer im Hafen von Piräus anlegt - auf dem Weg ins Mittelmeer, zur Unterstützung Syriens. Und Russland behält seinen Bombenstopp auf Aleppo bist Freitag 19 Uhr bei, ab dem Morgen 9 Uhr soll dort eine zehnstündige totale Feuerpause den Zivilisten die Flucht und entwaffneten Kämpfern den Abzug ermöglichen. Besitzt US-Präsident Obama auf den letzten Metern seiner Amtszeit die Kühnheit, Frieden zu machen, obwohl die Kartelle Krieg wollen?
Mit dem Politiker, Berater und Publizisten Christoph Hörstel sprach Syed-Hedayatollah Schahrokny